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  • DE-88662 Überlingen
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-326660)

Städtebauliche Entwicklung des Baugebiets „Südlich Härlen“ in Überlingen


  • 3. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    freiraumwerkstadt, Überlingen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Sascha Deißler

    Mitarbeit
    Daniel Bayarri Perales

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Kienzle Vögele Blasberg, Friedrichshafen (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag überzeugt zunächst mit seiner punktgenauen Erfüllung der Aufgabenstellung. Es gelingt den Verfassern sehr gekonnt, mit den drei unterschiedlichen Baufeldern, die sich organisch in die besondere Topographie einschmiegen, die wertvollen angrenzenden Freiräume in die Mitte des neuen Quartiers hineinzuführen. Am zentralen Schnittpunkt dieser grünen Zonierungen soll der zentrale Quartiersplatz (Härlenpark) entstehen, der allerdings in seiner räumlichen Ausprägung die Jury nicht überzeugen konnte. Ebenfalls erscheinen die angebotenen einzelnen Quartiersfelder in ihrer Typologie und sozialen Mischung kontraproduktiv homogen und wenig innovativ. Dazu wird die angebotene Erschließung mit den vielen Sackgassen, der teilweisen doppelseitigen Andienung und der Separierung der Fußgänger und Radfahrer vom Individualverkehr an dieser Lage als unangemessen bewertet. Die dadurch notwendige Flächenversiegelung steht in keinem Verhältnis zum wertvollen Baugrund. Auf der anderen Seite wirken die angebotenen Stellplätze und Tiefgaragenangebote stimmig.

    Kontrovers werden die Gebäudehöhen mit den gestaffelten, stark strukturierten Dachgeschossen und die versetzten Reihenhäuser bewertet. Die Retentionsflächen sind, wenn auch stark dispers verteilt, alle nachgewiesen, allerdings liegt die Hauptfläche nicht ideal auf einem sehr hohen Niveaupunkt. Gelungen erscheint die vegetative Umsäumung des Quartiers hin zur Landschaft und den respektvollen Abstand zum Drumlin.

    Insgesamt stellt der Entwurf einen guten Beitrag dar, der auf den zweiten Blick allerdings nicht restlos überzeugen konnte.