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  • DE-70734 Fellbach
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-302732)

Entwicklung des Freibad-Areals Fellbach


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE)

    Preisgeld
    13.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit einem vielleicht tradierten, an sich jedoch klaren wie schlichten orthogonalen Prinzip umschreiben die Verfasser im Areal eine Folge von gut proportionierten Blöcken. Das so entstehende Netz gewährleistet eine gute Grunderschließung des Areals und eine sinnfällige Einordnung des ruhenden Verkehrs. Das Netz knüpft mit dem Kelterplatz, der Lindenallee oder dem Weg in die südlichen Weinberge an den richtigen Stellen des Ortes an. Es integriert subtil durch leichte Ausdrehungen die angrenzenden Strukturen und entwickelt durch dezenten Versatz der Blöcke gegeneinander ansprechende öffentliche Erschließungsräume.

    Im Norden bilden freistehende Villen mit der richtigen Körnigkeit den Übergang zur bestehenden Bebauung. Richtig ist die Besetzung einer eigenständigen Mitte für das Quartier durch den fast im Zentrum liegenden großzügigen Quartiersplatz, wenngleich dieser zu nordorientiert erscheint und dessen Zusammenspiel mit der angrenzenden Wohnstraße und dem beendenden Kelterplatz vielleicht ein Zuviel an städtischer Urbanität für diesen Ort inszeniert.

    Die Blöcke sind gut geschnitten und entwickeln innerhalb der klaren Grundordnung durch Öffnungen mit einladenden Durchblicken, durch unterschiedlichste Bautypen in der Bandbreite von Wohnclustern bis Gartenhäuser, ein leichtes Spiel mit den Höhen sowie changierende Erschließungsstrukturen ein Bild von ansprechender Vielfalt und richtig gesetzter Privatheit. Der Lärmschutz ist aufgrund der Baustruktur gewährleistet.

    Geschickt werden große Teile des Baumbestandes integriert. Mit der Ausweisung des Freibadwäldchens als öffentlicher Park wird eine eigenständige Antwort auf die Frage des Stadteinganges entwickelt, wenngleich der vorhandene Lärmpegel dessen freiräumliche Nutzung sicherlich stark einschränken dürfte.

    Die Arbeit bietet eine robuste und durchaus vorstellbare Antwort für die gestellte Aufgabe, die die gewünschte Wohnungsvielfalt wie Anzahl bietet und die in einem tragfähigen Rahmen die sicherlich erforderliche Flexibilität für die weitere qualitätsvolle Entwicklung des Areals gewährleistet.