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  • DE-70734 Fellbach
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-302732)

Entwicklung des Freibad-Areals Fellbach


  • 2. Preis

    Lageplan 1:500, © Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, faktorgruen

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Schedlbauer

    Mitarbeit
    Ricardo Patings, Danilo Meixner, Michał Herl

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    8.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Leitgedanke des Entwurfes „Wohnen am Park“ ist das Freiraumkonzept, welches das neue Stadtquartier mit den angrenzenden Stadträumen im Norden vernetzt und im Wesentlichen den Maßgaben des vorgegebenen Strukturkonzeptes folgt.

    Im Norden vermittelt die Bebauung mit zwei- bis dreigeschossigen Stadthäusern zur kleinteiligen Bestandsbebauung.

    Ein kleiner Platz im Nordosten bindet das Quartier mit Angeboten von Café und Mobilitätsstation räumlich und funktional zur Alten Kelter an und leitet in eine ost-west-gerichtete Freiraumspange über. Unklar bleiben die im Freiraum vorgesehenen Nutzungen, eine differenzierte Gestaltung fehlt.

    Herzstück des neuen Quartiers bildet die Grüne Mitte, die sich – beginnend mit einem kleinen Platz – von Norden nach Süden zieht. Hier sind verschiedene Nutzungen wie Urban Gardening und Spielflächen vorgesehen.

    An die Grüne Mitte schließen sich im Osten und Westen Baufelder an, auf denen offene Blockränder im Geschosswohnungsbau ausgebildet werden, deren Dimensionierungen (Gebäudetiefe, Hofgrößen) nicht ausreichend erscheinen. Den stadträumlichen, verkehrlichen und damit auch emissionstechnischen Kontext berücksichtigend werden im Westen an der Esslinger Straße eine viergeschossige Bebauung vorgeschlagen, während im Inneren des Quartiers Höhen von drei und vier Geschossen differieren. Der Quartierseingang im Südwesten wird mit einem 6-geschossigen Gebäude angemessen akzentuiert.

    In den Innenhöfen der Blöcke finden sich gemeinschaftliche Kommunikationsflächen, während als private Freibereiche angehobene Gartenflächen vorgesehen sind. Die konsequente Erschließung aller Gebäude jeweils von der Nordseite führt in den Innenbereichen der Blöcke zu Konflikten.

    Die zwei-bis dreigeschossige nördliche Gebäudereihe wird mit einer Erschließungsstraße im Norden bedient, was in Bezug auf die Beeinträchtigung der bestehenden Nachbarbebauung kritisiert wird. Ansonsten ist nur eine Quartierszufahrt von Süden, östlich des neuen Entreeplatzes vorgesehen. Alle anderen Zuwegungen sind als Wohnwege, d. h. für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen. Da viele dieser Straßen auch als Feuerwehrzufahrten notwendig sind, wird die dargebotene Größe, aber auch ihre Qualität – Weg versus Straße – hinterfragt.

    Leider wird nur ein geringer Baumbestand erhalten.

    Insgesamt erscheint die Arbeit in ihrer angemessenen Haltung zum Kontext, einer klaren Grundkonzeption von Freiraum und Städtebau und einem differenzierten Angebot von Wohnungstypologien geeignet, als Grundlage für die künftige Entwicklung des Freibad- Areales in Fellbach zu fungieren.