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  • DE-70734 Fellbach
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-302732)

Entwicklung des Freibad-Areals Fellbach


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Landschaftsarchitekten
    Frank Roser Landschaftsarchitektur, Ostfildern (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Labor für urbane Orte und Prozesse, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das vorgeschlagene Stadtquartier bietet eine große typologische Vielfalt aus unterschiedlichen Gebäudeformen um einen zentralen öffentlichen Freibereich – im Norden aufgelockerte Punktbebauung mit zwei bis drei Geschossen als Übergang zur bestehenden kleinteiligen Einzelhausbebauung, im Westen und Süden entlang der beiden Hauptstraßen um Wohnhöfe gruppierte Geschosswohnungen mit drei bis vereinzelt vier Geschossen und im östlichen Bereich dreigeschossige Reihenhäuser. Damit wird eine schlüssige Grundlage zur Erreichung der gewünschten Vielfalt an Wohnungstypen und Bewohnerstruktur angeboten.

    Die Bebauungsstruktur folgt dabei konsequent den beiden begrenzenden Straßen und bildet eine gute gegliederte Fassung der Straßenräume, die als Stadteingang und zum freien Landschaftsraum eine klare Begrenzung definiert. Die Bebauung bleibt bis auf einen Hochpunkt in der Mitte des Quartiers mit überwiegend drei Geschossen recht niedrig und folgt damit der in der Umgebung vorhandenen Maßstäblichkeit. Die Größe der Wohnhöfe ist nicht üppig, ihre Angemessenheit wird daher kontrovers diskutiert. Die Gebäudetiefen sind je nach Ausrichtung gut angesetzt. Insgesamt erscheint das proportionale Verhältnis zwischen Gebäuden und dazugehörigen Freiflächen angenehm.

    Die Erschließung des Gebietes erfolgt durch kurze Stichwege von den Hauptverkehrsstraßen, die Tiefgaragen unterhalb der Baufelder sind direkt von diesen einfahrbar. Allein das Baufeld der innenliegenden Reihenhäuser erscheint hinsichtlich der Erschließung von Tiefgarage und Rettungsfahrzeugen problematisch, da hier das schlüssige Netz aus Fuß- und Radwegen benutzt werden muss.

    Da die Struktur trotz der niedrigen Gebäudehöhen eine relativ hohe Bebauungsdichte erreicht, werden nur reduzierte öffentliche Freiflächen angeboten, ein Erhalt der bestehenden Baumstrukturen ist dabei leider weitestgehend nicht möglich. Die Konzentration auf eine grüne Quartiersmitte erscheint jedoch angemessen, die Vernetzung der Wege in die umgebende Landschaft ist gelungen.

    Die geforderte Fläche für das BHKW sowie die im Erläuterungstext angegebenen Flächen für die Regenwasserretention sind nicht im Plan dargestellt.

    Insgesamt strahlt der Entwurf eine sympathische Vielfalt aus und bietet eine angemessene städtebauliche Lösung für den Ort, wenn auch die Umsetzung im Detail an einigen Stellen die große Idee vermissen lässt.


INFO-BOX

Angelegt am 22.01.2019, 14:05
Zuletzt aktualisiert 18.07.2019, 16:09
Beitrags-ID 4-168483
Seitenaufrufe 5

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