loading
  • DE-79283 Bollschweil
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-325814)

Wohngebiet General-von-Holzing-Straße in Bollschweil


  • 3. Preis

    Lageplan, © Stefan Fromm Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt (DE)
    Stadtplaner: Kiderlen Architektur Städtebau, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebauliche und freiräumliche Qualität
    Die Gesamtstruktur des städtebaulichen Entwurfs fügt sich ausgewogen in die Umgebung
    ein. Die Körnung nimmt die bestehende Struktur aus dem Ort auf und setzt sie
    entsprechend mit eigener Dichte in dem Gebiet fort. Die Durchlässigkeit der Grünräume
    wird konsequent in den Privatgärten bis zum Grünzug der Möhlin fortgeführt. Die Sonderbauten
    entwickeln sich in ihrer Maßstäblichkeit aus der Gebäudetypologie der
    Wohnbebauung heraus. Durch die gewählte Anordnung entsteht ein wohlproportionierter,
    in sich ruhender Innenhof. Dieser Raum ist jedoch in seiner Lage isoliert, sodass
    das angestrebte Ziel „Treffpunkt der Generationen und soziales Miteinander“ nicht ermöglicht
    wird. Im Gegenteil, die Anordnung führt zu Aus- und Abgrenzung im Quartier.

    Erschließung
    Die Stichstraßen unterstützen die Durchlässigkeit innerhalb des Quartiers und enden
    jeweils an einer kleinen Wendeplatte, sodass in der Folge für Versorgungsfahrzeuge
    zusätzlich entlang dem Grünzug an der Möhlin der Fußweg zur Straße wird. Somit entsteht
    eine Zäsur zwischen Wohnflächen und qualitätsvollem Grünraum. Die Parkierung
    erfolgt in Tiefgaragen unter den Gebäuden entlang der General-von-Holzing-Straße
    und in den zu den Doppel- und Reihenhäusern zugeordneten Stellplätzen und Garagen
    beiderseits der Stichstraße. Dies führt in der Konsequenz zu einer steten Durchfahrung
    des Quartiers durch den Individualverkehr und verhindert auf den geplanten „Plätzchen“
    die gewünschte Begegnung und Kommunikation. Durch das dichte Heranrücken an die
    Möhlin verbleibt kein Raum für die angedachten Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten,
    zumal die drei unteren Mehrfamilienhäuser zu nahe an der Möhlin und dem Hochwassergefährdungsbereich
    liegen und hier eine Möglichkeit von Freiflächen und Kommunikationsbereichen
    verhindern.
    Die Bebauungstypologie bringt im Hinblick auf die Auslobung – Barrierefreiheit und weniger
    Verkehr –keine neuen innovativen Ideen.
    Die Trennung zwischen Wohngebäuden und der sozialen Nutzung der Sondergebäude
    widerspricht dem Grundgedanken der Auslobung.
    Die Gestaltung ist beliebig und an jedem anderen Ort möglich und stellt daher für die
    Aufgabenstellung keinen weiterführenden Beitrag dar.