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  • 2. Preis

    Lageplan, © capattistaubach Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Ana Stifanic, Thomas Steinborn

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KERSTEN KOPP ARCHITEKTEN GmbH, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: ifb frohloff staffa kühl ecker, Berlin (DE)

    Preisgeld
    27.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf schafft eine Adressbildung mit dem 4 geschossigen Schulbaukörper, der auch einen angemessenen Vorplatz zur Straße An der Rosenhöhe ausbildet. Die Sporthalle mit ihrem Verbindungsbaukörper springt zurück und schafft damit eine gute fußläufige Verbindung zum Sek 1 – Gebäude der Gesamtschule. Die Verwandtschaft der Typologie zum städtebaulichen Kontext ist erkennbar. Und durch die 4 Geschossigkeit ein guter Auftakt bzw. Schlusspunkt der Campusarchitektur. Die Erschließung des Gebäudes ist nachvollziehbar an der richtigen Stelle und erlaubt auch eine zeitlich unterschiedliche Nutzung von Teilbereichen. Das verbindende Element zwischen Sporthalle und Schulbaukörper bietet als Musik und Aufführungsbereich eine große Chance für das Schulleben. Die hohe Flexibilität der Zusammenschaltbarkeit der Räume ermöglicht unterschiedlichste Nutzungen. Die Dachfläche auf dem Verbindungsbaukörper bietet als geschützter, zusätzlicher Pausenbereich zusätzliche Qualitäten. Bemerkenswert ist die Ausbildung der Clustergeschosse mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen und damit auch mit ihren unterschiedlichen Qualitäten. Das Verhältnis von gemeinsamer Mitte und der wohl proportionierten Unterrichtsräumen ist gut gewählt. Schmale Flure vor den Klassen sind auf ein Minimum reduziert, die Belichtung aller Unterrichtsbereiche ist hervorragend. Der Brandschutz im Schulbaukörper mit seinem verbindenden Luftraum über 4 Geschosse scheint noch nicht gelöst. Auch das innenliegende Treppenhaus ohne direkten Zugang ins Freie ist problematisch. Das gestalterisch interessante Element der Außentreppe stellt als Aufenthaltsfläche eine zusätzliche Qualität dar. Ob es als 2. Fluchtweg umsetzbar ist wird allerdings angezweifelt. Die gewünschte permanente Zugänglichkeit der Außentreppe wäre wünschenswert, ob es im täglichen Schulbetrieb möglich sein wird,wird die Zukunft allerdings zeigen. Die Gestaltung der Fassaden wirken gut proportioniert und durch ihre Unverwechselbarkeit identitätsstiftend. Den erkannten hohen innenräumlichen Qualitäten setzen die Verfasser wenig differenzierte Freiflächen entgegen. Die Eingangssituation ist großzügig, bildet allerdings nur bedingt einen überzeugenden Auftakt. Der waldseitige, stark abgetreppte Freiraum kann in Funktion und Gestalt nicht überzeugen. Dee landschaftlich gehaltene Wiesenhang am Sportplatz kann hohe Nutzungsqualitäten entwickeln.