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  • DE-92224 Amberg
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-314343)

„Leben an der Vils“ in Amberg


  • Anerkennung

    Maßnahmenkonzept, © WRW FreiRaumArchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Köstlbacher Miczka Architektur Urbanistik, Regensburg (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Leben an der Vils – Stadt am Fluss

    An der Vils durch die Stadt- Erlebnisraum als Kontinuum
    Das hohe Potential und die unterschiedlichen Charaktere des Flusses werden gestärkt:
    Von der renaturierten naturräumlichen Flussdynamik im Norden durch den städtischen und steinernen Erlebnisraum im Altstadtei zum Flusserlebnisraum im Süden.
    Punktuelle Interventionen verbessern die Erlebbarkeit des Flusses und überwinden Barrieren und Engstellen. Eine durchgängige Bewegung entlang des Flusses wird möglich.
    Kunst- und Brückenkonzept der südlichen Vilsaue werden durch die Altstadt nach Norden fortgesetzt und stärken so Zusammenhang und Attraktivität des Flussraums.

    Von der Stadt an die Vils
    Attraktive Aufenthaltsorte bringen das städtische Leben an die Vils und verknüpfen Stadt und Fluss. An wichtigen Orten machen Plattformen und abgesenkte Uferzonen das Wasser zugänglich und erlebbar- Sportpark und Kleingärten werden durch den Rückbau von Zäunen und die Pflanzung von Bäumen als Leitsystem mit der südlichen Vilsaue vernetzt.

    Die Kräuterwiese – der Fluss wird stark und eigenständig
    An der Kräuterweise wird der Flussdynamik exemplarisch Raum gegeben. Aus einem Nebeneinander von hoher Uferzone und Wasserlauf wird ein neu modellierter dynamischer Raum; die Grenze von Land und Wasser verschwimmt. Die Tier- und Pflanzenwelt bekommt ihr eigenes Amphibientheater. Infrastruktur für die menschlichen Nutzungen wird sensibel eingefügt, der Besucher ist der Gast.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das übergeordnete Konzept kann mit seinen klaren Absichten überzeugen. Die Stärkung des südlichen Naturraums ist genauso logisch wie die beabsichtigten Verbindungen in der Altstadt und die Zugänglichkeit zum Wasser im Stadtgraben. Die Jury anerkennt den Umgang mit der Kräuterwiese und die intensive Auseinandersetzung mit dem Flussraum. Leider haben die Verfasser bei der Renaturierung des Flussbettes den Charakter der Vils als Flachwasserfluss nicht erkannt. Das Aufstauen würde die nördlichen Bereiche unnötig gefährden. Die Flussaufweitung mit den zahlreichen Inseln hätte eine kontinuierliche aufwendige Pflege zur Folge. Dies wiederum widerspricht dem gewünschten Naturcharakter und ist nicht nachhaltig.