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  • DE-84028 Landshut
  • 02/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-314061)

Generalsanierung und Erweiterung Stadttheater Landshut


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bächlemeid, Konstanz (DE)

    Preisgeld
    77.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Konzept mit einem quadratischen Baukörper, der in Richtung der Grünanlagen orientiert ist, wird positiv beurteilt und stellt eine dem Bauvorhaben angemessene Eingangssituation für die Stadt Landshut dar. Die Wittstraße wird deutlich aufgewertet. Durch die vorgeschlagene Unterschneidung und die Ablenkung der Ostfassade entsteht eine differenzierte straßenräumliche Situation, die den Haupteingang betont.
    Allerdings ist die Lage des Haupteingangs an der Südwest- Ecke des Gebäudes etwas beengt. Für die Studiobühne gibt es sinnvollerweise einen zusätzlichen eigenen Eingang vom Isarufer. Das Foyer im Erdgeschoss orientiert sich in Richtung Grünanlagen und Isar. Die sich anbietende Nutzung dieser Außenbereiche wird allerdings nicht vorgeschlagen.
    Der drei- bis fünfgeschossige Neubau verdeutlicht durch seine architektonische Gestaltung die innenliegenden Funktionen eines städtischen Theaters mit großem Haus und Probebühne. Das Raumprogramm ist im Großen und Ganzen erfüllt, einzelne Räume sind jedoch nicht nachgewiesen, geforderte Raumgrößen werden zum Teil unterschritten. Die Anlieferung für Lkws ist sowohl für Theater und Bernlochner gut gelöst, Auffällig sind die vielen geplanten Aufzüge, die zum Teil entwurfsbedingt notwendig sind.
    Es bestehen eine Reihe von funktionalen Defiziten im Theaterbereich, z. B. die zu geringe Raumhöhe im Fundus, die Zugänge und Weglängen bei den Garderoben, die Höhe des Schnürbodens ist noch zu überprüfen, usw.
    Positiv bewertet wird die Anordnung der separierbaren Kasse im Eingangsbereich und das Zusammenspiel von großem Haus, kleiner Probenbühne und Studio. Es werden keine Angaben zu einer Erweiterung gemacht.
    Die zweite Probebühne befindet sich im Bestand und liegt günstig zwischen Studiobühne und großen Haus. Ein guter funktionaler Zusammenhang ist damit gewährleistet. Die Wegeführung vom Foyer im Erdgeschoss erfolgt über zwei seitlich angeordnete und differenziert gestaltete Treppenanlagen. Die Grundrisse sind gut strukturiert; alle funktionalen Zusammenhänge sind durch das einfache und klare Grundkonzept gewährleistet. In den Besucher- und Theaterbereichen entstehen interessante räumliche Situationen.
    Die Fassaden sind der Bedeutung der Baumaßnahme angemessen, nehmen gleichzeitig Rücksicht auf den Bestand des Bernlochners und führen diesen zu einem großen Ganzen zusammen. Aufgrund der kompakten Bauform ist trotz der 2-geschossigen Unterkellerung eine wirtschaftliche Realisierung zu erwarten. Bei Geschossfläche, Bruttorauminhalt, Nutz- und Verkehrsflächen liegt der Entwurf im Vergleich wirtschaftlicher. Die kompakte Bauform ist auch im Hinblick auf den Energieverbrauch vorteilhaft. Die vorgeschlagene extensive Dachbegrünung wird positiv bewertet.

    Denkmalpflege:
    Der Entwurf fügt sich städtebaulich in das Vorfeld der historischen Altstadt ein, die Anschlüsse des Neubaus an den historischen Bernlochner-Komplex sind aus denkmalfachlicher Sicht zustimmungsfähig. Die Eingriffe in die historische Bausubstanz des denkmalgeschützten Altbaus sind vergleichsweise gering, Detailabstimmungen sind mit der Denkmalpflege erforderlich.

    Außenanlagen:
    Der angebotene Haupteingang liegt in bedrängter Lage, ohne ausreichendes Vorfeld an der Wittstraße. Besuchern die vom Parkplatz Grieserwiese kommen wird unverständlicherweise kein Zugang von der Westseite angeboten. Der große Platz zur Isarseite könnte wichtige Aufenthalts- und Pausenangebote bieten. Vorschläge hierzu, ebenso zur Attraktivierung des Isarufers, werden vermisst. Die Buche kann nicht erhalten werden. Angaben zur Bushaltestelle fehlen.