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  • DE-45128 Essen, DE-44581 Castrop-Rauxel
  • 02/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-313317)

Sprung über die Emscher - Brückenbauwerk über das Wasserkreuz in Castrop-Rauxel


  • ein 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Bauingenieure
    Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: J2M jeckel mayr metz architekten partgmbb, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein Konzept, das weit über den Entwurf einer Brücke hinausgeht. Man kann es lesen als ein Wegenetz auf Brückenebene mit Verzweigungen und Treppenabgängen, das die Landschollen über die Wasserebenen hinweg verbindet. Dies ist aus verschiedenen Gründen sehr spannend.
    Städtebaulich gelingt eine gute Vernetzung und es entstehen selbstverständliche Brückenaufgänge. Die räumlichen Eindrücke sind vielfältig und die Nutzer können sich für mehrere Wege entscheiden.
    Das skulpturale Spiel des Brückenhorizontes und die „Abschichtungen“ zu den Wasserflächen sind fast als „Land Art“ zu verstehen. Es ist dann auch konsequent, die Stahlbrücke in die Topographie zu integrieren.
    Die aufgeschütteten Widerlager mit Steinverkleidung sind allerdings landschaftsfremd.
    Im Hinblick auf die geforderten funktionalen Anforderungen ergeben sich insbesondere die nachfolgenden Fragen: Der Zugang West ist verbaut und die Zufahrt Mobilkran noch nicht geklärt. Die Betriebsfläche von Schacht S.005 ist überbaut.
    Die Hauptbrücke über Emscher und Rhein-Herne-Kanal besteht aus einer Rahmenkonstruktion, die unsymmetrisch aus einem auskragendem und einem einhüftigen Rahmenteil besteht. Der Querschnitt ist unsymmetrisch und erfährt insofern ungünstige Beanspruchungen, bspw. auf Torsion. Diese asymmetrische Bauweise der Querschnitte wird von Teilen der Jury als wenig effizient und unnötig kompliziert kritisiert. Auch die Wirtschaftlichkeit einer Ausführung in Cortenstahl wird hinsichtlich der Schweißnähte und Kosten angezweifelt.
    Die gegengleich unsymmetrischen Querschnitte treffen sich in der Brückenmitte.
    Die Momenteneinspannung auf der Westseite erfordert aufwändige Tiefgründungen; die Rahmengründung auf der Ostseite muss größere Horizontallasten aufnehmen.
    Die insgesamt drei Brückenbauwerke, Rhein-Herne-Kanal, Emscher, Zugang Emscher-Terrassen, sind grundsätzlich realisierbar, jedoch könnte das Brückenbauwerk bei symmetrischer Querschnittsausbildung noch sehr viel effizienter sein.
    Eine Arbeit, die grundsätzlich überzeugende Ansätze liefert und sowohl freiraumplanerisch als auch architektonisch eine hohe Qualität erwarten lässt.
    Sie könnte dem Ort eine unverwechselbare Identität verleihen, ist aber im Hinblick auf Materialität und Tragwerk noch zu verbessern. Die in der Auslobung formulierten funktionalen Anforderungen sind ohne Abstriche einzuhalten oder anderweitig nachzuweisen.