loading
  • DE-83022 Rosenheim
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-330591)

CAMPUS-RO Studentisches Wohnen in Rosenheim


  • 1. Preis Mit der Realisierung beauftragt

    © Illustration: PONNIE Images, Aachen / ACMS Architekten GmbH

    Architekten
    Architektur Contor Müller Schlüter, ACMS Architekten GmbH, Wuppertal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Nach einer Überarbeitung wurde der Beitrag von ACMS Architekten mit der Realisierung beauftragt. Eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Wolfgang Winter hatte im Oktober 2018 drei gleichrangige Preise vergeben. Der Entwurf umfasst den Neubau von ca. 150 Apartments für Studierende sowie einem Boardinghaus mit 40 weiteren Apartments. Der ganzheitliche und innovative Ansatz wird geprägt durch einen optimierten Bauablauf und einen hohen Energiestandard. Der Baustoff Holz trägt durch eine werkseitige Vorfertigung der Holztafelelemente zur Bauzeitverkürzung bei und sorgt für eine deutlich verbesserte CO2-Bilanz.

    Die Entwurfsidee besteht in der Schaffung kleinräumlicher Dorfstrukturen mit eigenem
    Charakter, einem gestapelten Dorf. Getrennt durch eine in Ost-West-Richtung durchgehende Erschließungsschneise wird im südlichen Teil für das studentische Wohnen mit Boardinghaus eine aufgelockerte drei- und viergeschossige Blockrandbebauung vorgeschlagen, die einen Hofbereich umschließt und durch eine freie Abfolge von Wegen und Plätzen einen eher dörflichen Charakter ausstrahlt. Ein oberirdischer Parkstreifen entlang der Bahnlinie auf der gesamten Grundstückslänge verspricht, durch den Verzicht auf eine Tiefgarage, eine gesamtheitlich wirtschaftliche Lösung. Der begrünte Parkstreifen trägt zusätzlich zur Minderung der Schallbelastung durch den Bahnverkehr bei.

    Ausgehend von der Individualität des Einfamilienhauses gibt es klar erkennbare Wohneinheiten mit eigenem Eingang und persönlicher Adressierung. Die Einheiten werden für eine sinnvolle städtebauliche Dichte zu Reihen addiert. Zwischenräume aus kleineren und größeren Plätzen und Höfen bieten Außenraumqualitäten von fast dörflichem Charakter mit Grün- und Spielflächen. Diese Siedlungsstruktur wird dreidimensional fortgesetzt. Die Hausreihen werden in verschiedenen Höhen, ein bis viergeschossig, gestapelt und über verschiedene Treppen, Wege und Galerien erschlossen. Die dadurch geschaffenen Dachflächen werden in das Wegesystem eingebunden und als Dachgärten genutzt. Es entsteht ein Netz aus Wegen, Aufweitungen, Plätzen und Gärten auf allen Wohnebenen als Interaktionsfläche der Bewohner. Flexible Raummodule für zusätzliche Nutzungsoptionen werden eingestreut und können nachträglich, je nach Bedarf, ergänzt oder entfernt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.