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  • DE-30159 Hannover
  • 02/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-315646)

Neues Schauhausensemble im Berggarten der Herrenhäuser Gärten in Hannover


  • 1. Preis

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    Energieplaner
    Janßen Energieplanung, Hannover (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: SEP I ARCHITEKTEN Bockelmann Klaus PartG mbB, Hannover (DE)
    Tragwerksplaner: DREWES + SPETH Beratende Ingenieure im Bauwesen Partnerschaftsgesellschaft mbB, Hannover (DE)
    TGA-Fachplaner: Polyplan GmbH Ingenieurbüro für Energie und Umwelttechnik, Hannover (DE), Bremen (DE)
    Landschaftsarchitekten: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)
    Modellbauer: ModellArchitektur Trixi Schulz, Braunschweig (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Konzept
    Die Arbeit besteht aus drei an die klassische Gewächshausarchitektur angelehnten, miteinander verbundenen Baukörpern mit in Ost-West-Richtung ausgerichteten Firsten. Durch Abschneiden der beiden randständigen Baukörper und das Einziehen sowie Ausdrehen von Wänden wird eine eigenständige Form entwickelt.
    Das Venlo-Gewächshaus bleibt erhalten.
    Eine separate Andienung sämtlicher Ausstellungsräume über den Wirtschaftshof ist gewährleistet.
    Zwei frei eingestellte Elemente nehmen notwendige Nebenräume auf.
    Alle Anforderungen an die Funktionen, Flächen und die Barrierefreiheit sind erfüllt.
    Einbindung in den Berggarten
    Infolge der Verwendung der Typologie des klassischen Gewächshauses fügt sich das Schauhaus einerseits gut in die Gebäudestruktur des Berggartens ein und zugleich stellt es sich durch seine Aus- und Einbuchtungen als Sonderbaustein mit kristallin erscheinender Formensprache dar. Hiermit fügt es sich gut in den Garten ein, infolge seiner trotzdem gegebenen formalen Eigenständigkeit besitzt es aber auch einen hohen Wiedererkennungswert.
    Der Abstand von den südlich gelegenen Gärten erscheint auch aufgrund der dort gelegenen Einziehung der Fassade ausreichend.
    Erschließung
    Der auf der Westseite angeordnete Zugang erscheint sehr zurückgenommen. Es erscheint notwendig, seine Auffindbarkeit zu verbessern.
    Alle Funktionsbereiche an das Foyer angebunden, mittig das Ausstellungshaus, im Süden das Kanarenhaus, im Norden das Viktoriahaus. Durch diese Anordnung ergibt sich einerseits eine klare Trennung der Funktionen, andererseits ist eine ausreichende Belichtung gegeben.
    Das Ausstellungshaus übernimmt dabei ergänzend zum Foyer bei Bedarf eine Verteilerfunktion, ist jedoch nicht direkt zum Berggarten zugeordnet. Der Schauhausübergreifende Rundweg ist möglich, weist jedoch partiell Engstellen auf und muss jedoch in Teilen noch besser ausformuliert werden.
    Skulpturale Elemente gliedern den Innenraum. In diesen Elementen sind Nebenräume und WCs untergebracht, wobei die WC-Anlagen unmittelbar dem Foyer zugeordnet und damit auch vom Garten aus gut erreichbar sind.
    Eine hohe Flexibilität in der Nutzung ist zu erwarten.
    Architektonische Qualität
    Das heiter und leicht erscheinende Gebäude fügt sich selbstverständlich in die Architektur des Berggartens ein; es nimmt sich bis auf kleine skulpturale Verformungen zurück. Infolge seiner rundum gegebenen Transparenz in Verbindung mit der geschickten Anordnung der inneren Skulpturen entstehen keine Rückseiten. Die Gebäudeform stimmt mit der Grundrissorganisation überein. Die Trennung der Funktionsbereiche erfolgt entlang der Traufen der Gewächshaussegmente.
    Innen- Außenbeziehungen erscheinen gut gelöst; durch sich infolge verändernder Fassadenstellungen ergeben sich je nach Blickwinkel veränderliche Spiegel- und Durchsichteffekte.
    Wirtschaftlichkeit
    Das Gebäude weist eine einfache Konstruktion auf.
    Infolge seiner Anlehnung an Gewächshausarchitektur mit der Verwendung vieler Standardformate erscheint es als eine wirtschaftliche Lösung.
    In den Dach- und Seitenwänden werden Lüftungsflügel vorgeschlagen; hierdurch erscheint die Lüftung in einfacher Weise möglich, maschinelle Lüftung erscheint unnötig.
    Die Reinigungsfähigkeit der inneren und äußeren Glasdachflächen mit nur 2 Kehlen erscheint unproblematisch. Die Anordnung und Ausbildung der Lüftungsklappen (vorgeschlagen: mittig aufgehängte Drehflügel) ist noch zu prüfen.


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