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  • AT-1120 Wien
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-306497)

Neubau Bildungscampus Gasometerumfeld in Wien


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    TGA-Fachplaner
    teamgmi Ingenieurbüro GmbH, Schaan (LI), Wien (AT)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: pos architekten, Wien (AT)
    Landschaftsarchitekten: outside< landschaftsarchitektur, Wien (AT), Tumeltsham (AT)
    Tragwerksplaner: KS Ingenieure ZT GmbH, Wien (AT)
    Bauphysiker: IBO – Österreichisches Institut für Baubiologie und Bauökologie, Wien (AT)
    Brandschutzplaner: Hoyer Brandschutz GmbH, Wien (AT)
    TGA-Fachplaner: Kubik Project G.m.b.H., Gießhübl (AT)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebauliche Einbindung in die örtlichen Gegebenheiten:
    Das Projekt liefert eine poetische Interpretation des Ortes in dem Bild des Schiffes mit Landestegen an dem einstmals im Bereich der Rappachgasse verlaufenden Altarm der Donau. Aus diesem Bild wird eine städtebauliche Konzeption entwickelt, die einen niedrigen Baukörper nahe am Bahndamm mit kammartig ausgreifenden Seitentrakten vorsieht, die das Gebäude differenziert und mit hohem funktionalen Wert mit der Landschaft verknüpfen. Der Campus ist in städtebaulicher Hinsicht klar in Richtung Rappachgasse bzw. auf die angrenzende Siedlung hin orientiert, was mit der langgestreckten, die Rappachgasse begleitenden Anordnung der mehrfachgenutzten Freiflächen verstärkt wird. Das Preisgericht würdigt diese Konzeption als großzügig und offen für den Bezirk. Die örtliche Interpretation schafft einen Mehrwert, der für den Campus selbst, aber auch darüber hinaus wirksam werden kann.

    Umsetzung des räumlich-pädagogischen Konzepts im Innen- und Außenraum:
    Das räumlich-pädagogische Konzept setzt die Campus-Idee mit hoher Qualität um. Die Anordnung der Bildungsräume wird dabei positiv hervorgehoben. Zum Bahndamm hin sind nur Nebenräume angeordnet. Zu überprüfen wären die funktionellen Anordnungen in den zweigeschoßigen Bibern sowie teilweise die Zuordnung und Belichtung von multifunktionalen Flächen. Die komplexe Verknüpfung von Innen- und Außenräumen wird in pädagogischer Hinsicht positiv rezipiert. Die Durchlässigkeit in einzelnen Bereichen der Bibergrundrisse mit durchgesteckten Multifunktionsbereichen sowie die Anbindung von Terrassen und Gartenflächen schafft hochwertige räumliche Voraussetzungen für die Bildungsarbeit.

    Gestalterische und räumliche Qualität sowohl des Innen- als auch des Außenraums:
    Die gestalterische Qualität des Projekts zeigt sich vor allem in der atmosphärisch dichten und in den Übergängen differenziert gestalteten Struktur der Bildungsbereiche. So werden interne Verbindungen zwischen den Bibern geschaffen, ohne die allgemeine Gangerschließung in Anspruch nehmen zu müssen. Die auf kurzem Wege von der Aula erreichbare Verwaltung sowie die Anordnung der Therapieräume im EG sind richtig. Die Verknüpfung der Bildungsbereiche mit den anliegenden Freiräumen ist schlüssig ausgearbeitet und in der materiellen Differenzierung sorgfältig dargestellt. Holz, Pflanztröge und Rankgitter prägen die Fassaden, die im Detail noch weiter zu entwickeln sind. Im Innenraum wird lasiertes Holz als Vorsatzschale vorgeschlagen. Das Preisgericht hebt vor allem die gute Organisation der Freiräume positiv hervor. Die Differenzierung zwischen mehrfach genutztem Bereich und exklusiven Bewegungs- und Spielbereichen ist schlüssig entwickelt. Die Abgrenzung dieser Bereiche zueinander wäre im Detail noch auszuarbeiten. Die Grünflächen auf dem Gebäude werden durch Niveausprünge und geeignete Bepflanzung abgegrenzt, so dass begehbare Bereiche von sonstigen Grünflächen ohne Zäune getrennt werden können. Die Rampen der „Landebrücken“ sind in diesem Sinne nur partiell begehbar; aufwändige und gestalterisch problematische Absturzsicherungen können damit weitgehend vermieden werden.

    Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb:
    Die Kenndaten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Projekts werden erfüllt. Kontroversiell diskutiert wird der Vorschlag, die Zwischenwände als lasierte Holztafeln auszuführen. Auch das vorgeschlagene Energiekonzept wird grundsätzlich positiv beurteilt. In Frage gestellt werden allerdings die vielfältigen Ansätze hinsichtlich der Energieversorgung; hier wäre die Reduktion auf eine zentrale Energiequelle zu prüfen.

    Umsetzung der funktionellen, logistischen und verkehrstechnischen Vorgaben:
    Die Vorgaben der Auslobung wurden grundsätzlich erfüllt. Vor allem die Anlieferung an der Haidestraße stellt in der vorgeschlagenen Form eine pragmatische und funktionelle Lösung dar. Hinsichtlich des Sammelkanals wäre die Zugänglichkeit der Schächte zu prüfen und mit Wien Kanal abzustimmen.


INFO-BOX

Angelegt am 05.03.2019, 15:02
Zuletzt aktualisiert 06.03.2019, 10:30
Beitrags-ID 4-170564
Seitenaufrufe 7

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