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  • DE-93426 Roding
  • 02/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-317861)

Regenpromenade und -brücke Mitterdorf in Roding


  • ein 2. Preis

    © Henchion Reuter Architekten

    Tragwerksplaner
    EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE)
    Landschaftsarchitekten: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich fügt sich der Beitrag gut in den vorhandenen Kontext ein. Grundsätzlich ist der Brückenkopf als Kanzel ein möglicher Beitrag an der Schnittstelle Siedlung-Landschaft, allerdings wird die lokale Qualität der Grünfläche am Regen, die in den Siedlungsraum wirkt, nicht berücksichtigt. Insgesamt ist die Brückenlage in der Grundrissausprägung ein guter Beitrag an dieser Stelle.
    Die Sitzmöglichkeiten am Weg werden mit einer großen Selbstverständlichkeit vorgetragen. Die Mauerabwicklung wirkt durch die leicht gewinkelte Form gut verträglich. Die Anhäufung der Treppenanlagen zum Regen ist nicht zwingend.
    Die Freiraumqualitäten werden durch die Grünflächen und die Bäume an der Westseite angemessen entwickelt. Die Architektur der Brücke wirkt selbstverständlich und ist der Bauaufgabe angemessen.
    Die Materialwahl entspricht der Aufgabenstellung. Die funktionalen Anforderungen werden erfüllt, allerdings wird ein stufenloser Zugang zum Regen von Norden nicht angeboten. Der konstruktive und statische Beitrag ist nachvollziehbar. Geländer und Brückenkonstruktion bestechen mit dem Schwung der Brücke im Grundriss durch ihre Eleganz.
    Die Wirtschaftlichkeit liegt im mittleren Bereich. Besondere Unterhaltsmaßnahmen werden bei dem Konzept nicht erforderlich. Eine Realisierung bis 2022 ist aufgrund des Gesamtkonzepts der Brücke realistisch. Die Belange des Wasserbaus sind gut erfüllt.

    Die Hochwasserschutzmauer verläuft ohne größere im Lageplan sichtbare Gliederungselemente, der Asphaltbelag der Promenade schließt unmittelbar an und lässt nur wenig Begrünung zu. Die Baumbepflanzung zwischen Promenade und Fluss trägt zur Einfügung der Mauer in das Landschaftsbild bei. Die Rodung des wertvollen Baumbestandes am Ostufer gegenüber der Brücke wird dem gegenüber jedoch negativ bewertet.


    Würdigung des Beitrags aus wasserbaulicher Sicht:

    • Es wird positiv hervorgehoben, dass sich der Planer mit den wasserbaulichen Randbedingungen intensiv beschäftigt hat und gute Lösungsansätze aufzeigt.
    • Die Mindestbreite des Uferwegs mit 3,0 m ist zu beachten, Sitzelemente sollten entsprechend platziert werden
    • Kein wesentliches Abflusshindernis; Freibord und Lichtraumprofil unter der Brücke sind eingehalten.
    • Das Schöpfwerk wurde im Beitrag berücksichtigt. Eine Einpassung des Schöpfwerkes mit Betriebsgebäude ist machbar.
    • Es ist darauf hinzuweisen, dass der Kontrollgang kein öffentlicher Weg sein sollte.
    • Der Stadtbalkon und der Brückenplatz bieten großzügig Raum für die Ausbildung und die Andienung des Schöpfwerkes.
    • Zu viele Treppenabgänge können im Hochwasserfall Probleme bereiten, die Anzahl sollte reduziert werden.