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  • DE-88316 Isny im Allgäu
  • 11/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9294)

Südliche Altstadt "Hofstatt"


  • Ankauf

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Arch.: Mathias Hähnig Martin Gemmeke Mitarbeit: Anthony Carimando Tanja Kupski Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Erläuterungstext
    Ziel der städtebaulichen Idee für die Entwicklung der südlichen Altstadt von Isny ist es, auf der Grundlage der historischen Raumkanten diese weiterzuentwickeln und dem Stadtquartier „Hofstatt“ eine starke Identität, eine eigene Prägung zu geben.
    Obertorstraße und Bergtorstraße werden als verkehrsberuhigte Bereiche, gestaltete Straßenräume ausgebaut. Die Stadteingänge werden herausgearbeitet und bilden unter Einbeziehung der Kirche Sankt Maria und dem Hafendeckelturm den Auftakt, das Entree in die Stadt. Der Marktplatz mit Blaserturm, Hallgebäude und Rathaus als urbane Mitte von Isny. Im Hallgebäude ist eine Markthalle, als Markt für regionale Produkte im Herzen der Stadt geplant.
    In den öffentlichen Straßen- und Platzräumen entsteht eine hohe Aufenthaltsqualität, gleichberechtigt für Fußgänger, Fahrradfahrer, Pkw und den ÖPNV. Nutzungen können sich in den öffentlichen Raum heraus entwickeln.
    Zwischen den wieder hergestellten, historischen Raumkanten der Stadtquartiere und dem freigelegten Stadtbach entsteht das „Kulturdreieck Hofstatt“. Ein zusätzlicher öffentlicher Ort in Ergänzung des bestehenden Stadtgefüges, als neues, starkes identitätspendendes Gebäudeensemble. Das „Kulturdreieck Hofstatt“ besteht aus drei miteinander kommunizierenden Gebäuden. Bibliothek, Kulturorte, Museen, Restaurants, Cafe, Ausstellungsflächen, Dienstleistung und Läden prägen das Gebäudeensemble. Die Nutzungen entwicklen sich in den öffentlichen Raum, der öffentliche Raum fließt in die Gebäude. Ein eigenständiger Architekturbaustein kompositorisch in den historischen Kontext eingebunden. Materialität, Proportion und historische Interpretation der Situation „Hofstatt“. Die Stadtquartiere werden unter Erhaltung der denkmalgeschützten und denkmalwürdigen Gebäuden bis zur südlich begrenzenden oberen Stadtmauer mit Diebesturm und Zwinger stadträumlich weiterentwickelt und geschlossen. Es entstehen Stadthäuser auf kleinteiliger Parzellenstruktur die sich zu grünen Innenhofsituationen orientieren und sich zum „Kulturdreieck Hofstatt“ mit Läden und Dienstleistungsnutzungen und Stadtwohnungen belebend in den öffentlichen Raum entwickeln. Erdgeschossig werden größerflächige Ladennutzungen im Quartiersinneren ermöglicht, die Stadtbild und die historische Stadtstruktur berücksichtigend in die Altstadt integriert werden können und sich über einzelne Parzellen-Neubebauung zur Obertorstraße durchstecken und somit direkt an die Stadtmitte, den Marktplatz anbinden. Den beiden arrondierten Stadtquartieren zugeordnet sind jeweils eine Tiefgarage für die neuen Bewohner und Nutzer. Ergänzt wird das Parkierungsangebot durch ein neues Parkhaus im Süden entlang der Grabenstraße, fußläufig direkt an das „Kulturdreieck Hofstatt“ angebunden. Ein spannungsreicher Weg über den Stadtgraben entlang der Stadthäuser über das „Kulturdreieck Hofstatt“ zum Marktplatz und in die angrenzende Fußgängerzone. Der freigelegte Stadtbach als Rückgrat des öffentlichen Raumes um das Gebäudeensemble „Hofstatt“. Fußwegeverbindungen vom Marktplatz, von der Bergtorstraße entwickeln sich in diesen Bereich.
    Mit der Arrondierung der historischen Raumkanten, dem neuen „Kulturdreieck Hofstatt“, den gestalteten verkehrsberuhigten Straßenräumen Obertorstraße und Bergtorstraße und dem zentralen Marktplatz mit regionaler Markthalle entwickelt sich die südliche Altstadt entlang des Stadtbaches zu einem eigenständigen attraktiven Stadtquartier innerhalb des historischen Gesamtensembles von Isny. Wohnen, Arbeiten, Läden, Dienstleistungen, Kultur, Ausstellungen und Gastronomie wachsen zu einem urbanen verdichteten Stadtraum zusammen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.