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  • DE-31785 Hameln
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-312483)

Quartierspark Linsingenkaserne in Hameln


  • Anerkennung

    Perspektive

    Landschaftsarchitekten
    häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbh, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Jens Betcke , Daniel Stimberg

    Erläuterungstext
    Ziel des Entwurfes ist es, dem Park mit dem ungewöhnlichen Zuschnitt eine zeit-genössische, unverwechselbare Gestalt zu geben und ihn zum Kern des entstehenden Stadtteils werden zu lassen.
    Ein Rundweg aus gefärbten Asphalt umfährt in Kurven die Parkfläche, gibt ihm Form und stellt die Haupterschließung dar. Die ungewöhnliche Wuchsform der Süntelbuche, ein Verweis auf die angrenzende Süntelstraße und den nahen Höhenzug, inspirierte die Form des Hauptwegs. Ein Schleier aus Betonplatten, umspielt den Rundweg. Er stellt die Verbindung zu den angrenzenden Quartieren mit der Ausbildung von Plätzen und die diagonale Querung sicher.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser entwickeln eine sehr klare Entwurfsidee: ein 800 m langer Loopförmiger Rundweg umfasst eine als Wiesental offen gestaltete zentrale Parkfläche. An seinen Rändern sind unter hainartigen rahmenden Baumbeständen sämtliche Spiel und Sportgeräte und alle weiteren Ausstattungselemente platziert. Dieses Nutzungs- und Gestaltungskonzept kann überzeugen. Alle Eingänge ins Quartier sind gut und richtig mit dem künftigen Wiesenpark verwoben, die Gestaltung der platzartigen Aufweitungen kann in Funktion und Gestalt allerdings nicht überzeugen. Dabei wird insbesondere eine Einbeziehung der Kanzelsituation vermisst. Die hier angebotene Rampenerschliessung überformt sehr dominierend den ehemaligen Exerzierplatz.
    Die Großzügigkeit des Wiesenparkes gewinnt durch Bodenmodellierungen an Attraktivität. Kritisch hinterfragt wird die fehlende Hauptwegeführung in Nord-Südrichtung vom Zugang Mollerstrasse. Die parcourartige Anordnung von Spiel- und Sportgeräten längs des Rundweges kann ein interessantes Angebot für alle Altersgruppen bieten. Bislang sind die Objekte allerdings noch eher beliebig oder gar fehl platziert. Auf großflächige Flächenversiegelungen wird verzichtet
    Die Raumbildung durch klassische Prinzipien der Staffelung von Einzelbäume und Baumgruppen und Wäldchen mit den angebotenen Baumarten überzeugt auch in den unterschiedlichen Atmosphären. Eine Hauptwegebeleuchtung unterstützt die gute Nutzbarkeit des Wiesenparkes.
    Insgesamt zeichnet sich der Beitrag durch eine gute Balance zwischen nutzungsoffenem Wiesenpark und prägnant gesetzten Baumbeständen aus. Vermisst werden konkrete Verknüpfungsangebote, die besonderen Campusqualitäten in Funktion und Gestalt im Umfeld des Bildungs- und Gesundheitszentrums.
    Der Beitrag liegt im wirtschaftlichen Rahmen und bietet eine gute Chance für eine neue Adresse im künftigen Linsingen-Quartier.