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  • DE-79219 Staufen im Breisgau
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-317450)

Neubau Bürgerhaus und Mediathek der Stadt Staufen


  • 2. Anerkennung


    Architekten
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: White Arkitekter AB, Stockholm (SE), Göteborg (SE), Västerås (SE), Malmö (SE), Umeå (SE), Örebro (SE), Halmstad (SE), Linköping (SE), Uppsala (SE), Kiruna (SE), København (DK), Oslo (NO), London (GB)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Adressierung des Gebäudes mit der zweigeschossigen Mediathek an der Kreuzung erhält eine selbstbewusste Positionierung.
    Das anschließende Atrium dient als Verteiler und stellt gleichzeitig einen geschützten Treffpunkt für beide Nutzungen dar. Der Verfasser zoniert diese gekonnt und die städtebauliche Maßtäblichkeit der umgehenden Bebauung wird aufgenommen. Gleichwohl wird die große Fläche des Baukörpers im Erdgeschoss durch Überschreitungen des Baufensters kritisch gesehen.
    An der Schiessrainstrasse wird die Gradlinigkeit der Fassade aufgegriffen und im Bereich des Saales aufgelöst und unterbrochen. Der Vorschlag des Verfassers, die Fassade mit Keramikplatten auszuführen wird als nicht zwingend erachtet.
    Die Abfahrt und Rampenlänge zur Tiefgarage werden kritisch gesehen. Die Anknüpfung des Gebäudes an das Schladerer Areal sowie die Andienung der Küche über diese Fläche wird auf Grund der langen Wege hinterfragt.

    Wohl überlegt ist die Eingangssituation mit Atrium, sowie die Lage der Multifunktionsräume, die eine Addition zum Foyer ermöglichen. Begrüßt wird neben einer separaten Erschließung der Mediathek die Möglichkeit die Bewirtung des Bürgersaales mit zu nutzen. Die den Multifunktionsräumen gegenüberliegende WC Anlagen entsprechen den Vorgaben und sind zentral gelegen.
    Positiv wird die westliche Öffnung des Saales mit Verbindung von Innen- und Aussenraum gesehen. Ebenso die gute Anbindung der Nebenräume. Eine seitliche Erschließung des Saales wurde angeregt. Die fehlende Fläche der Teleskopbühne wird kritisch gesehen. Eine Überprüfung der Sitzplätze mit Teleskopbühne ist wünschenswert. Für eine konzertante Nutzung werden akustische Maßnahmen empfohlen. Der Brandschutz wird kritisch betrachtet.
    Die Räume der Mediathek gliedern sich zweigeschossig und sind wohlüberlegt angeordnet.

    Der Entwurf bewegt sich bei den Kennzahlen und Strukturdaten deutlich im unteren Bereich des Mittelwertes und wird diesbezüglich positiv gesehen. Durch die flächige Ausdehnung des Baukörpers bleiben kaum Gestaltungsspielräume für den Aussenraum was kritisch zu hinterfragen ist. Lediglich das Atrium gibt Möglichkeiten den Aussenbereich zu nutzen. Eine adäquatere Bespielung der Fläche fehlt bisher und wird angeregt.

    Die Arbeit stellt einen soliden, funktional orientierten Beitrag zur Neubebauung des Areales dar.