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  • DE-79219 Staufen im Breisgau
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-317450)

Neubau Bürgerhaus und Mediathek der Stadt Staufen


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    STEINHOFF / HAEHNEL ARCHITEKTEN GmbH, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Swiatkowski-Suerkemper Architekten, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    15.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau
    Den Verfassern gelingt es, das beschriebene Programm in einem angemessen dimensionierten Baukörper umzusetzen. Dabei reagiert die Kubatur auf die Körnung der benachbarten Wohnbebauung und ist zugleich als öffentliches Gebäude am Rande der Innenstadt überzeugend gesetzt. Die Maßstäblichkeit wurde mit einer Firsthöhe von 11 m gekonnt gewählt.
    Die Funktionen Mediathek und Bürgersaal bilden sich baukörperlich nach außen gut lesbar ab, im Inneren werden aber trotzdem alle positiven Nutzungssynergien in einem Baukörper vereint. Einerseits verfügen beide Einrichtungen über ein gemeinsames aber abtrennbares Foyer; dennoch besitzen sie jeweils gut auffindbare eigenständige Eingänge. Der Neubau überzeugt mit seiner platzseitigen Ansicht als öffentliches Gebäude mit positiver Identität. Nach Norden und Osten hin reagiert es mit reduzierter Höhe und lässt zur Nachbarbebauung ausreichend Raum.
    Der zurückgezogener Außenraum der Mediathek im OG ist ein wertvoller Nutzungsbereich, ist jedoch auf die Erfordernisse von Schall- und Windschutz zu prüfen. Die Vorgaben des Bebauungsplans wurden eingehalten.

    Qualität des architektonischen und gestalterischen Konzeptes
    Die Architektonische Anmutung des Gebäudes wird vom Preisgericht als schlüssig und für den Ort als passend empfunden. Die Differenzierung der Materialien zwischen Bürgerhaus und Mediathek ist gut nachvollziehbar. Die Verwendung von Holz als nachhaltigem Baumaterial wird begrüßt. Die Fassaden sind gut durchgearbeitet.

    Nutzungskonzept und Funktionalität
    Ein großzügiges Foyer erschließt als Querspange Bürgerhaus und Mediathek gleichermaßen. Vieles ist gut erreichbar und mit kurzen Wegen auffindbar, wobei die aneinandergereihte Anordnung der Funktionsräume im Foyer wird kritisch diskutiert wird.
    Die Synergien zwischen den Nutzungen werden gut ausgeschöpft und positioniert.
    Der Saal bietet alle Voraussetzung für die Erfüllung der akustischen Anforderungen.
    Die Wandscheiben zwischen Bühne und Saal sind mit Blick auf die Raumakustik allerdings unerwünscht. Das Angebot von Galerieplätzen wird begrüßt.
    Insgesamt sollten die Erschließungswege großzügiger dimensioniert werden.
    Im Untergeschoss ist die Tiefgarage umsetzbar nachgewiesen. Die Anordnung der Lager und deren Verknüpfung mit der Hubbühne wird lobend hervorgehoben. Allerdings fehlt eine direkte barrierefreie Wegeverbindung aus der Tiefgarage in das Foyer.
    Es gelingt, die Mediathek in zwei Etagen zu organisieren.
    Die Bühnenanlieferung wird kritisch gesehen. Eine Einhausung ist hier erforderlich.

    Wirtschaftlichkeit
    Aufgrund der geringen BGF und des gut erfüllten Raumprogramms erscheint eine wirtschaftliche Umsetzung als realistisch. Die geplanten Dachbegrünungen tragen zur Reduzierung der Unterhaltskosten bei.

    Qualität und Funktionalität des Freianlagenkonzeptes
    Die Freiräume sind eindeutig zugeordnet. Der Vorplatz ist topographisch gut herausgearbeitet, muss aber im Kreuzungsbereich besser abgesetzt werden. Generell ist eine stärkere Akzentuierung und Raumbildung zum Straßenraum für die Aufenthaltsqualität im Vorplatzbereich notwendig. Eine weitere Ausarbeitung des Erscheinungsbildes der Freianlagen ist erforderlich.
    Die Senkrechtparker an der Schladererstraße erscheinen aufgrund der kreuzungsnähe unrealistisch.
    Insgesamt wird die Bauaufgabe städtebaulich überzeugend in einem angemessenen Baukörper mit einnehmender Ausstrahlung umgesetzt.


INFO-BOX

Angelegt am 26.03.2019, 09:09
Zuletzt aktualisiert 27.03.2019, 10:13
Beitrags-ID 4-171224
Seitenaufrufe 29