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  • DE-87700 Memmingen
  • 03/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-9317)

Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibades


  • 4. Preis

    Lageplan

    Bauingenieure
    INGENIEURBÜRO DR. BINNEWIES Ingenieurgesellschaft mbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Gerber Architekten GmbH, Dortmund (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE), Shanghai (CN), Riad (SA)
    Landschaftsarchitekten: club L94, Köln (DE)
    TGA-Fachplaner: WINTER Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik, Düsseldorf (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliches Konzept

    Mit dem Entwurfskonzept soll eine unverwechselbare Dach- und Badelandschaft für den Neubau des Hallen- und Freibades in Memmingen entstehen, die sich kompositorisch in den Grünraum einbettet und Innen und Außen zu einer Einheit verbindet.
    Der Hallenbadbaukörper als Solitär, ist im südwestlichen Teil des Grundstücks dicht an dem Zuweg situiert, und ermöglicht somit eine große zusammenhängende Freifläche für den äußeren Bade- und Liegebereich.


    Architektur und Funktion

    Von der Stadtbadallee kommend, bietet sich ein großzügiger Einblick in die innere und äußere Badelandschaft bzw. durch die Halle in den besonnten Landschafts-Bade- und Liegebereich.
    An das Foyer mit kombinierter Kassenanlage für beide Schwimmbadbereiche (Hallenbad - Freibad) schließen auf kurzem Wege die Flure zum Umkleide bzw. Bad- und Saunabereich an.
    Eine lichtdurchflutete Badehalle erweckt das Gefühl, sich im Freien zu befinden.
    Eine weich geformte Deckenlandschaft sowie Glasoberlichter zonieren die verschieden Bereiche Foyer – Freizeit – Sport.
    In den Ansichten stellen sich diese Bereiche als weiche Aufwölbungen des Dachkörpers dar.

    Der Sportbeckenbetrieb liegt im ruhigen südwestlichen Bereich der Halle und wird nicht vom Freizeitbadebetrieb gestört. Vom Foyer aus gut sichtbar, stellt der Freizeit- und Aktivitätsbereich den Blickfang dar. Dieser ist um 0,5 m erhöht.
    Eine räumliche aber transparente Trennung des Sport- und Freizeitbereichs ist so möglich.

    Im ersten Obergeschoss befinden sich die Saunalandschaft, die Bar sowie ein Ruhe- und Solarienbereich auf der Galerie mit Blick in die Badehalle.
    Die Sauna wird über einen begrünten Innenhof mit Außenschwimmbecken belichtet, der das Herz dieser Erlebnislandschaft darstellt. Ringförmig ordnen sich die einzelnen Themensaunen um diesen herum.


    Alle Bereiche wie Vorplatz, Caféterrassen, Liegewiesen, Kinderbereich, Sport- und Freibadbereich sind als „Inseln“ ablesbar, zum Teil wird dies durch ein leichtes „Herausheben“ dieser Zonen betont. Die Umkleiden für den Freibadbereich finden unter einer Anhebung der Wiese Platz und sind somit nicht als störendes Volumen sichtbar. Die Sportflächen befinden sich im nördlichen Teil des Grundstücks, jenseits des Stadtbaches und stören somit nicht die ruhigen Liegebereiche.

    Konstruktion und Material

    Bei dem Entwurf handelt es sich um einen herkömmlichen Stahlbetonbau mit einer leichten Dachkonstruktion aus Stahlfachwerkträgern und einer Dacheindeckung aus Metall.
    Für den Entwurf des Schwimmbades Memmingen wird eine Dachkonstruktion mit großzügigen Spannweiten auf wenigen tragenden Stützen und Wänden gewählt. Die Haupt- und Nebenträger werden als Stahl-Fachwerkträger ausgebildet. Querungen von Haustechnik sind ebenso möglich wie Wartungsstege.
    Die gestaltete Deckenuntersicht ist nicht Teil des Tragwerkes, sondern wird mittels einer leichten Unterkonstruktion separat geformt.
    Alle Haupt- und Nebenträger sind standardisiert mit durchlaufenden Bauhöhen und Regelanschlüssen.

    Die Schwimmbecken sowie erdberührten Bauteile werden als weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton ausgebildet.
    Aufgrund der zu erwartenden Baugrundverhältnisse wird zunächst von einer Flachgründung des gesamten Bauvorhabens ausgegangen. Das Gebäude wird dabei flach auf Einzel- und Streifenfundamenten in Verbindung mit einer durchgängigen Sohlplatte gegründet.

    Die helle Dachhaut aus Metall sowie eine Unterspannung der Decke im Innenbereich mit perforierten, weißen Kunststofffolien unterstreichen den hellen, transparenten und freundlichen Charakter des Hallenbades und stellen angenehme akustische Bedingungen her.

    Der großzügige Dachüberstand lässt einen geringen Reinigungsaufwand der leicht geschwungenen Glasfassaden erwarten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.