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  • DE-22307 Hamburg, DE-22307 Hamburg
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-320246)

Dieselstraße Baufeld 2c im Bezirk Hamburg-Nord


  • 2. Preis

    Dieselstraße, © POLA I Winking Froh Architekten GmbH

    Landschaftsarchitekten
    POLA, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Winking · Froh Architekten GmbH, Berlin (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    24.800 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser variieren die strengen städtebaulichen Vorgaben des zugrundeliegenden Bebauungsplans, indem sie die Baukörper mit auskragenden Erkern und differenzierten Staffeln gliedern. Es entsteht ein fast skulpturales Ensemble, das sich gut in den städtebaulichen Kontext einfügt.

    Die Erschließung der Wohnhäuser erfolgt konsequent von außen, leider fallen die Eingänge unverhältnismäßig klein dimensioniert und wenig einladend aus. Die effizienten Treppenhäuser sind im EG nicht durchgesteckt, ein wünschenswerter direkter Zugang zu den Innenhöfen ist dadurch nicht möglich.

    Die Tiefgaragen werden separat durch groß dimensionierte Einfahrten erschlossen, damit werden die Zugänge zu den Höfen vom Straßenraum leider zerschnitten.

    Wohnungsmix und Zuordnung der einzelnen Typologien entsprechen nicht in Gänze den Erwartungen der Ausloberin, wenn auch die Grundrisse gut organisiert sind und vielfältige Wohnformen ermöglichen. Der Gemeinschaftsraum sitzt an der richtigen Stelle und hat eine Südorientierung zum gemeinsamen grünen Zugang.

    Die Perspektiven suggerieren ein Ensemble, das sich deutlich an den 20er Jahren orientiert. Ob das zeitgemäß sein kann und ob die für die Fassadengliederung essenziellen Grenadierschichten und darüber liegenden Fertigteilgesimse bzw. –fensterbänke wirtschaftlich zu bauen sind, wird im Preisgericht sehr intensiv und kritisch diskutiert.

    Dennoch überzeugt die Fassade durch eine stringente Gliederung, wenige Fensterformate und gekonnt gesetzte Balkone. Teile der Jury bewerten die Ausbildung der Loggien in den vorkragenden Erkern im Detail ebenso kritisch wie die im EG durch die Auskragungen entstehenden unwirtlichen Räume.

    Insgesamt überzeugt der Entwurf jedoch durch eine dem Ort angemessene Haltung und Formsprache. Leider lässt der Entwurf die in der architektonischen Haltung geäußerten Souveränität im Freiraumkonzept völlig vermissen.