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Einladungswettbewerb | 03/2019

Grundstück Schlossblick in Ammerbuch-Entringen

2. Preis

Preisgeld: 8.000 EUR

H|G Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB

Architektur, Stadtplanung / Städtebau

Beurteilung durch das Preisgericht

Mit der Arbeit 1006 schlagen die Verfasser vor, die bestehende Erschließung der Grundschule aufzunehmen und das Areal durch eine großzügige Spielstraße in Ost-West- und eine Wohnstraße in Nord-Süd-Richtung in vier Quadranten zu unterteilen, von denen die zwei südlichen jeweils als offener Block um einen Wohnhof gruppiert sind, während auf den Flächen nördlich der Spielstraße Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen sollen.
Die Bebauung fügt sich dabei sowohl im Maßstab der einzelnen Gebäude als auch seiner der städtebaulichen Körnung harmonisch in die bestehende Bebauung ein.
Am Kreuzungspunkt von Spiel- und Wohnstraße entsteht durch einen Versatz der anschließenden Bebauung ein Stadtraum, der als zentraler Platz des neuen Areals durch die Lage in zweiter Reihe leider nur wenig Bindung an die anschließenden Wohngebiete hat. Zudem erhält der Platz, ebenso wie der westliche Teil der Spielstraße, nur dann seine stadträumlichen Qualitäten, wenn auch die nördlich anschließende Bebauung des Ideenteils tatsächlich zur Ausführung kommt. Die für die Mehrfamilienhäuser und Baugruppen vorgeschlagenen Wohnhöfe sind richtig dimensioniert und lassen bei entsprechenden Qualitäten im Freiraum eine sehr gute Aufenthaltsqualität erwarten. Dabei sollte der Charakter der Höfe aber präzisiert werden. Eine eher ruhige und private Atmosphäre wäre eigentlich naheliegend. Dann sollte die Erschließung der umgebenden Bebauung aber - auch mit dem Ziel einer klaren Adressbildung - ausschließlich von der Straße her erfolgen.
Die Parkierung ist übersichtlich und logisch organisiert. Während die die Stellplätze der Einfamilienund Stadthäuser oberirdisch angeordnet sind, erhalten die mehrgeschossigen Wohngebäude der Mehrfamilienhäuser und Baugruppen eine gemeinsame Tiefgarage, die sowohl von der Heinrich- Zeller-Straße als auch von der Rosengartenstraße erschlossen ist. Von den Kenndaten liegt die Arbeit im Hinblick auf ihre Grundflächen im mittleren Bereich. Die für die mehrgeschossigen Gebäude vorgeschlagenen Zweispänner werden jedoch als eher unwirtschaftlich beurteilt.
Insgesamt kann die Arbeit aufgrund ihrer Maßstäblichkeit in der Einfügung in die Umgebung überzeugen. Die Lage und vielleicht auch die Notwendigkeit des zentralen Platzes wäre in der weiteren Bearbeitung aber zu überdenken.