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  • DE-20355 Hamburg, DE-22767 Hamburg
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-300224)

Neubau Schulcampus Struenseestraße in Hamburg


  • 1. Preis

    Perspektive, © QuerfeldEins Rohdecan

    Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner
    QUERFELD EINS Landschaft | Städtebau | Architektur PartGmbB, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Daniel Stöcker-Fischer , Annegret Stöcker , Frank Großkopf

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Rohdecan Architekten GmbH, Dresden (DE)
    Visualisierer: LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie, Dresden (DE)

    Preisgeld
    63.250 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit hat sich aus Sicht des Preisgerichts deutlich weiterentwickelt und zeigt viele kluge Lösungsansätze auf. Städtebaulich rückt das Ensemble nah an die Königstraße heran und schafft so ein Maximum an Freifläche auf dem Schulgrundstück. Die Verknüpfung des Schulcampus mit dem Stadtteil erschient bei dieser Arbeit sehr gut umsetzbar, wobei es in städtebaulicher Hinsicht an der ein oder anderen Stelle noch Optimierungspotential gibt (z.B. im Hinblick auf die Breite des öffentlichen Durchgangs zwischen Königstraße und Struenseestraße).
    Die Disposition der Freiräume erscheint insgesamt gelungen: Das Preisgericht lobt unter anderem die Einbindung des Schulhofs bzw. der Außensportflächen der Gymnasien in den Grünzug entlang der Struenseestraße sowie die Ausarbeitung des Übergangs zur Kirchenstraße. Die Gestaltung der einzelnen Freiräume hingegen wirkt noch etwas zu streng und sollte im Rahmen einer möglichen weiteren Bearbeitung stärker individualisiert werden. Der Entwurf kann grundsätzlich durch ein sehr präsentes und charaktervolles Erscheinungsbild an der Königstraße überzeugen. Dieses wird einerseits dadurch erreicht, dass sich die Schulen durch das Sockelgeschoss vom Niveau der Straße abheben, andererseits aber auch durch die spezifische Fassadengestaltung. Teile des Preisgerichts bemängeln zwar, dass die Fassaden zu monoton wirken und eher an Bürogebäude erinnern. Grundsätzlich ist das Preisgericht aber davon überzeugt, dass die Fassaden im Rahmen einer Weiterentwicklung noch individueller an den Charakter der drei Schulen angepasst werden können.
    Für die Ganztagsschule an der Elbe zeigen die Entwurfsverfasserinnen und -verfasser eine ganz eigene städtebauliche Lösung auf. Der Schulhof wird durch das Sporthallengebäude an der Königstraße und das Schulgebäude im rückwärtigen Grundstücksbereich gefasst, was vom Preisgericht kontrovers diskutiert wird. Teile des Preisgerichts sehen hierin einen überzeugenden städtebaulichen Ansatz; die Vertreterinnen und Vertreter der Grundschule sehen hingegen Überarbeitungsbedarf. Die Eingangssituation ist grundsätzlich überzeugend gelöst, seitens der Grundschule wird jedoch die Verortung der Verwaltungsflächen im Obergeschoss bemängelt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Grundschule stellen ebenfalls in Frage, ob die vorgesehene Erschließungssituation mit nur einer Haupttreppe ausreichend ist und ob die Lerncluster in den Obergeschossen entsprechend ihrer Vorstellungen und dem pädagogischen Konzept genutzt werden können.
    Im Bereich der beiden Gymnasien sorgt insbesondere die gemeinsame Eingangshalle für intensive Diskussionen des Preisgerichts. Die Idee des Atriums erscheint grundsätzlich verlockend, jedoch für die zu erwartenden 1.600 Schülerinnen und Schüler nur unter erhöhtem Aufwand umsetzbar (Stichworte Brandschutz, Raumakustik).
    Die Preisrichterinnen und Preisrichter sind sich einig dahingehend, dass bezüglich der Halle noch massiver Überarbeitungsbedarf besteht und diese nicht 1:1 – wie in den Plänen dargestellt – umgesetzt werden kann.
    Durchweg positiv bewertet wird seitens der Vertreterinnen und Vertretern der beiden Gymnasien die Raumaufteilung und die Ausgestaltung der Lernlandschaften in den Obergeschossen – hier wurden die funktionalen Anforderungen von den Entwurfsverfasserinnen und -verfassern konsequent umgesetzt.
    Darüber hinaus werden die Lage der Mensa und die Anordnung der Fachräume für Naturwissenschaften auf einer Geschossebene positiv hervorgehoben.