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  • DE-20355 Hamburg, DE-22767 Hamburg
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-300224)

Neubau Schulcampus Struenseestraße in Hamburg


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    NOVA 5 arkitekter as, København (DK)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: coido architects, Hamburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    25.300 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Preisgericht würdigt zunächst die gelungene städtebauliche Konfiguration des Entwurfs. Die Gebäude sind solide entwickelt und fügen sich angenehm und im Sinne einer „Stadtreparatur“ in den umgebenden baulichen Kontext ein. Der Grünzug im Süden ist deutlich herausgearbeitet; der Vorplatz an der Königstraße ist großzügig dimensioniert. Die Positionierung des Basketballfeldes zwischen dem ATVGebäude und der Dreifeldsporthalle kann hingegen nicht vollumfänglich überzeugen.

    Das neue Gebäudeensemble erscheint insgesamt vernünftig und pragmatisch aufgebaut; aus Sicht des Preisgerichts fehlt ihm jedoch ein prägnantes und unverwechselbares Gesicht zur Königstraße. Es wirkt nahezu beliebig an dieser Stelle und in seiner Architektursprache zu wenig ortsbezogen. Auch die Differenzierung der drei Schulen untereinander ist aus Sicht des Preisgerichts nicht stark genug ausgebildet, wobei die vorgeschlagene Materialität und Strukturierung der Fassaden grundsätzlich begrüßt wird.

    Die Vertreterinnen und Vertreter der Ganztagsschule an der Elbe bemängeln die vorgesehene Eingangssituation der Grundschule: Vom Haupteingang aus werden die Nutzerinnen und Nutzer direkt in bzw. durch die Mensa geführt, wodurch keine ruhige Mittagspause für die Schülerinnen und Schüler möglich scheint. Die der Grundschule zugewiesene Schulhoffläche ist aus Sicht der Vertreterinnen und Vertreter der Ganztagsschule an der Elbe zu klein.

    Im Bereich der beiden Gymnasien können die Positionierung und die Zonierung der Mensa nicht überzeugen. Auch die vorgegebene pädagogische Konzeption der Lernlandschaften findet sich in den Grundrissen nicht wie gewünscht wieder: In den Clustern wird zu wenig Fläche außerhalb der regulären Lern- und Differenzierungsräume angeboten; es fehlen Räume „zum Atmen“, z.B. für klassenübergreifende Projektarbeit. Die Entwurfsverfasserinnen und -verfasser zeichnen hier vielmehr das Bild einer in Teilbereichen erweiterten Flurschule.

    Insgesamt wirken die Grundrisse zum Teil etwas „gebastelt“ und lassen eine klare Orientierung vermissen. Die Innenhöfe erscheinen – so wie sie auf den Plänen dargestellt sind – in ihrer Nutzbarkeit eingeschränkt.


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