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  • DE-72488 Sigmaringen
  • 12/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9390)

"Haus des Landkreises"


  • 3. Preis

    Lageplan

    Architekten
    BFK Architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Ines Kalcher Markus Mühldorf , Visualisierung: renderbar Jörg Röhrich

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: planungsgruppe stahlecker, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    STÄDTEBAU
    Durch die Stellung des Erweiterungsbaus entsteht ein spannungsreiches Nebeneinander mit dem Bestand. Die Hinwendung zur Hohenzollernstraße führt zu einer neuen deutlich erkennbaren \"Adresse\" für das \"Haus des Landkreises\".
    Zusammen mit dem II. Bauabschnitt entsteht ein kompaktes Baufeld, das - ebenso wie die Schule und die Funktionsgebäude - von einem großzügigen zusammenhängenden Landschaftsraum umgeben sind.

    ÄUSSERE ERSCHLIESSUNG
    Die Parkierungsflächen liegen entlang der Hohenzollernstraße und sind an die bestehenden Zufahrten angeschlossen.
    Die Fußwege von der Stadt, von der Bushaltestelle und von den Parkplätzen führen direkt auf den neu konzipierten Haupteingang zu.

    AUSSENWIRKUNG UND GESTALTUNG
    Der Stadt und dem Tal zugewandt bleibt weiterhin das bekannte Erscheinungsbild des Landratsamtes mit dem Sitz des Landrats und der \"Kapelle\" erhalten.
    Der Erweiterungsbau ergänzt dieses jedoch spannungsreich und lässt so ein \"neues Bild\" des Landratsamtes mit Wirkung in den öffentlichen Raum entstehen.
    Der Neubau \"schwebt\" als Kubus über dem neuen Eingangsbereich und öffnet damit das Foyer nach allen Seiten. \"Das Alte\" behält zur Stadt hin die Dominanz - \"das Neue\" zeigt sich mit Respekt, aber auch selbstbewusst und zeitgemäß. Das Fassadenkonzept unterstützt mit einer massiven Fassung des kubischen Körpers und dazwischenliegenden, differenzierten Glasflächen das Gestaltungsprinzip.

    ENTWURFSKONZEPT UND INNERE ERSCHLIESSUNG
    Das wesentliche Gestaltungsmerkmal ist es, dem \"Haus des Landkreises\" ein nach außen hin prägnantes \"Gesicht\" zu geben. Deshalb wird der Neubau bewusst der Hohenzollernstraße zugewandt, mit einer \"Glasfuge\" vom Altbau getrennt und ihm selbstbewusst an die Seite gestellt.
    Für den 2. Bauabschnitt wird auf das Backsteingebäude verzichtet, da es sowohl in seiner inneren Struktur als auch in seinem Flächenangebot dem Verfasser nicht geeignet erscheint, langfristig Bestandteil einer neuen Gesamtkonzeption sein zu können.
    Damit ist es auch möglich, derzeitige Unzulänglichkeiten an den Übergängen \"Josefshaus\" / Klinkerbau zu beseitigen. Das Gebäude \"Engelsburg\" muss erst für den 2. Bauabschnitt abgebrochen werden und könnte solange genutzt werden.
    Der große Anteil an Nebenräumen (Akten), die den Büroflächen direkt zugeordnet sein sollen, führt zu einer 3-bündigen Grundriss-Struktur mit einem Innenhof, der sowohl einige Nutzräume, aber vor allem auch die Flurzone mit Wartezonen belichtet.
    Der hallenartige Verbindungsbau ist zusammen mit dem Foyer der zentrale Erschließungsraum mit Aufzügen und offener Treppe.
    Sowohl im 1. Bauabschnitt, aber vor allem im 2. Bauabschnitt entsteht ein kompaktes System von inneren Erschließungsfluren, die alle Gebäudeteile auf kurzem Wege verbindet.
    Der bestehende Hof wird zum zentralen Innenhof.

    FREIANLAGEN KONZEPT
    Die Freianlage wird in den bestehenden Natur- und Stadtraum eingebunden. Blickbeziehungen in die Stadt und zum Schloss werden herausgestellt, die Wertigkeit der umgebenden Natur für den Landkreis Sigmaringen markiert.
    Der direkt an die Hohenzollernstraße angebundene Vorplatz mit Säulenakazien erzeugt eine eindeutige und übersichtliche Eingangssituation mit kurzer Wegeführung insbesonders für Besucher. Der leicht geneigte Platz kann gleichzeitig als Ort für Veranstaltungen genutzt werden. Aus der Platzfläche entwickelt sich der teilweise überdachte Stadtbalkon, der sich mit seinem Ausblick über Stadt und Schloss als Treffpunkt anbietet.
    Die unterhalb der Schule angelegte Streuobstwiese wird erweitert, die bestehende Gartenanlage oberhalb der Engelsburg vergrößert und mit der historischen Anlage zur Stadt verbunden. Dadurch wird ein spannungsreicher Übergang zwischen den bestehenden Landschaftselementen (Wald / Garten / Ortsrand mit Obstwiese) mit den Baukörpern (Schule / Haus des Landkreises) geschaffen.
    Ein geschwungener Weg verknüpft die verschiedenen Elemente und macht sie für Mitarbeiter (Mittagspause) und Besucher (Anbindung an die Umgebung) erlebbar.
    Der zukünftig geschlossene Hof zwischen Alt- und Neubau wird als grüner, kommunikativer und vielseitig nutzbarer Innenhof gestaltet. Ein Holzdeck zwischen den Gebäuden umgeben von Kirschbaumreihen und Gräserflächen bildet den Treffpunkt, Ort für Veranstaltungen oder geschützte Pausenfläche. Versickerungsflächen in Verbindung mit dem Deck schaffen interessante Blickpunkte.

    ENERGIEKONZEPT UND WIRTSCHAFTLICHKEIT
    Die komplette Konzeption des Erweiterungsbaus bietet ideale Voraussetzungen für ein gutes A/V-Verhältnis.
    Die Energiekonzeption nutzt die vorhandenen Grundwasser-Vorkommen für das Kühlen - eine Betonkerntemperierung sorgt als \"sanfte Klimatisierung\" für maximalen Komfort bei minimalem Energieverbrauch. Manuelle Fensterlüftung, abgependelte Schallabsorber in Verbindung mit hochwertigem, aussenliegenden Sonnenschutz ergeben ein integrales Energiekonzept ohne aufwändige Technik.
    Die Dachflächen werden für Photovoltaik-Anlagen genutzt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.