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  • DE-22846 Norderstedt
  • 04/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-321147)

Umbau und Erweiterung des Schulzentrums Nord in Norderstedt


  • 3. Preis


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    Architekten
    NOAHH, Amsterdam (NL)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: MSB Landschaftsarchitekten, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    7.900 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Allgemein
    Die Arbeit ist die einzige, die den Bestand in Duktus, Flügelbreiten und Geschossigkeit weiterbaut und nur einen Haupteingang für die gesamte Schule ausformuliert. Der Haupteingang liegt strategisch günstig im Zentrum der Anlage, wird jedoch vom neuen Baukörper verstellt, sodass die Auffindbarkeit eingeschränkt ist. Gleichwohl stellt die Neuausrichtung des Foyers mit direkter Anbindung an den Innenhof eine gelungene Interpretation der Potentiale des Bestandes dar.
    Positiv gesehen, wird das fortgeführte Spiel der Innenhöfe und die konsequente Stärkung der Magistrale als Rückgrat der Schulanlage.
    Die Homogenität wird durch die in Neu- und Altbau gleich ausgeführten, hölzernen Brüstungsbänder gestärkt.
    Die Ausbildung von den Lernlandschaften in den Grundrissen gelingt nicht. Es entsteht eine Flurschule mit unbelichteten Innenbereichen. Die Lage der Sanitärkerne ist an der Gebäudeecke schlecht gewählt.
    Die Grundrisse sind im Falle einer Realisierung auf die Anforderungen des Nutzers anzupassen und zu überarbeiten. Sehr positiv werden die abwechslungsreich gestalteten Aufenthalts-, Lern und Ruhezonen in der Magistrale bewertet und stellen ein Alleinstellungsmerkmal dieses Entwurfes dar.
    Der ganzheitliche Ansatz des Entwurfes verspricht eine wirtschaftliche Umsetzung.

    Nachhaltigkeit
    Während die Kompaktheit, Fensterflächen und der spezifische Energiebedarf im Wettbewerbsmittel liegen, weist der Beitrag durch die eher kleinen zu temperierenden Flächen bzw. Volumen sowie die sehr hohe Eigenstromproduktion günstige Betriebskosten auf. Die Tageslichtversorgung ist jedoch in den Klassenräumen durch die auskragenden Balkone nur mäßig und in den innenliegend Erschließungsfluren ungünstig. Zudem bleibt die Funktionsweise der verschiebbaren Sonnenschutzelemente – über die gesamte Fassadenlänge – unklar.

    Freiraum
    Der Entwurf ist gekennzeichnet vom Ansatz, die Außenflächen des Neubaus nach Süden zu orientieren und auch dem Schul-Haupteingang einen eindeutigen Zugang von Süden zu geben. Dafür rückt der Neubau in gestaffelter Weise vom südlich gelegenen Parkplatz ab. Auf jeder Geschoßebene wird eine terrassenartige Vorzone geschaffen, die insgesamt relativ große südliche Außenfläche wird dadurch allerdings in schmale Bänder unterteilt.
    Der nach Süden orientierte Hof und die Sitzstufenanlage fügen sich sinnvoll in diese Konzeption ein. Die nördliche Schullandschaft erscheint jedoch nicht ausreichend angebunden.


INFO-BOX

Angelegt am 09.05.2019, 12:06
Zuletzt aktualisiert 09.05.2019, 14:21
Beitrags-ID 4-173647
Seitenaufrufe 29

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