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  • ein 2. Preis

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    Architekten
    BRENNCKE ARCHITEKTEN GbR, Schwerin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: buttler architekten GmbH, Rostock (DE)
    Landschaftsarchitekten: hannes hamann landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Rostock (DE)

    Preisgeld
    21.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau
    Die Verfasser verfolgen den Gedanken, den Gebäuden durch ein übergeordnetes Campus-Konzept Zusammenhalt und Identität zu geben. Dieses Campus-Konzept funktioniert auch, wenn die Sporthalle wesentlich später oder gar nicht gebaut wird. Verbunden über Pergolen werden die Bauten miteinander verbunden und stadträumlich fixiert. Der Vorplatz erscheint stadträumlich allerdings an diesem Ort etwas zu groß für die ausschließlich schulische Nutzung dimensioniert zu sein. Die Gestaltung und Differenzierung dieser Fläche mittels steinernen Sitzgelegenheiten und Pflanzflächen ist ein angemessen gutes Gestaltungsthema. Eine Verkleinerung dieser Vorfläche zu Gunsten der Außenräume, die der Kindertagesstätte zugeordnet sind, wäre wünschenswert.
    Positiv hervorzuheben ist, dass unterschiedliche Kurzzeit-Parkplätze für Kindertagesstätte und Regionalschule vorgeschlagen werden, eine Lösung, die den gestellten Anforderungen entspricht.
    Die Differenzierung der Pausenbereiche für die Regionalschule wird positiv diskutiert. Besonders hervorzuheben ist dabei der Übergang zum tiefer gelegenen Eingang in die Sporthalle mit Sport- und Spielplätzen. Inwieweit sich Synergieeffekte trotz der Notwendigkeit der Abgrenzung für Kindertagesstäte und Regionalschule ergeben, kann noch ausgelotet werden.

    Funktion
    Das kompakte dreigeschossige Schulgebäude wird durch eine „bewegte Mitte“ aus zwei Lufträumen, Lernoasen, Lernräume und Erlebnisräume geprägt. Die Jury bewertet diesen Ansatz mit den eingeschobenen Lernoasen als sehr positiv, gibt aber zu bedenken, ob der relativ schmal zulaufende, kleinere Luftraum nicht durch eine etwas geänderte innenräumliche Lage in räumlicher Verbindung mit der Verkehrsfläche mehr Potential hat. Die Gruppierung von jeweils zwei Klassenräumen zu einem Gruppenunterrichtsraum ist ein guter Ansatz.
    Die funktionale Gliederung der Kindertagesstätte in zwei Bereiche, die Lage der Kinderkrippe im Erdgeschoss und die Situierung der Räume des Kindergartens im Obergeschoss ist grundsätzlich richtig. Wünschenswert wäre nach Meinung des Nutzers allerdings eine bessere Durchlässigkeit zum Außenraum.
    Die funktionale Organisation der Sporthalle über zwei Ebenen mit einem unteren Zugang für die Schüler der Regionalschule und den eine Ebene höher gelegen Eingang von Süden für externe Nutzer entspricht gängigen Konzepten, ist nachvollziehbar und eine funktional richtige Lösung.

    Architektur
    Der architektonische Ausdruck der Gebäude ist eher streng und konventionell. Die Verfasser greifen mit den Ziegelfassaden ein Material aus der Umgebung der Regiments-Vorstadt auf, ein Gedanke, der nachvollziehbar ist. Ruhige Ziegelfassaden werden in Kontrast mit Fensterbändern gesetzt, die durch umlaufende kräftige Rahmen aus Beton hervorgehoben werden. Insgesamt beurteilt die Jury diesen Ansatz als gestalterisch zu streng für eine Schule und wünscht sich im Falle einer Durcharbeitung eine Differenzierung im Detail.

    Wirtschaftlichkeit
    Die Arbeit liegt insgesamt im wirtschaftlichen Bereich, dabei sind das Schulgebäude im mittleren Bereich und die Kindertagesstätte sehr wirtschaftlich ausgelegt.

    Resümee
    Mit ihrem Entwurf ist es den Verfassern gelungen, einen stadträumlich robusten Vorschlag mit hohem funktionalen und architektonischen Potential zu entwickeln, insgesamt ein sehr guter Beitrag.


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