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  • DE-33330 Gütersloh, DE-33334 Gütersloh
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-327389)

Neubau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade - in Gütersloh


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Architekten, Landschaftsarchitekten
    Gerber Architekten GmbH, Dortmund (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE), Shanghai (CN), Riad (SA) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: schlaich bergermann partner - sbp gmbh, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Paris (FR), New York (US), Shanghai (CN), São Paulo (BR)

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf sieht für die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke an der Dalkepromenade eine Stahlkonstruktion vor. Die Entwurfsidee, die Brücke als natürliches Element mit dem Natur- und Flussraum zu verbinden wird durch eine 5-fach geknickt-geschwungene Freiform erzielt. Im Bereich der Außenecken der geknickten Konstruktion sind Aufweitungen als Aussichts- und Aufenthaltsflächen vorgesehen.

    Die Fußpunkte der Brücke und somit die Anschlusspunkte an das Wegenetz sind gegenüber der Bestandssituation nur geringfügig verändert. Die barrierefreie Nutzung ist gewährleistet. Der tragende Querschnitt besteht aus einem asymmetrischen Hohlkasten, der jeweils einseitig durch eine Aufkantung mit veränderlicher Höhe oberhalb der Gehwegebene verstärkt ist. Dieser erreicht die maximale Bauhöhe jeweils auf der Innenseite der Grundrissknicke. Das Geländer wird durch ein filigranes Stahlnetz gebildet. Somit ergibt sich ein Kontrast zwischen offenen und geschlossenen Bereichen.

    Besonders positiv hervorzuheben ist die Idee, durch die gewählte Freiform mit ihrer markanten Geometrie und den Wechsel von flächigen und offenen Elementen eine Landmarke zu bilden. Die gewählte Konstruktion des Tragwerks und die Anordnung der Aufenthaltsflächen entsprechen dieser Entwurfsidee in sehr guter Weise.

    Kritisch zu betrachten sind die Maßstäblichkeit in der vorhandenen Umgebung sowie die aufgrund der hohen geschlossenen Flächen in den Innenecken erschwerte Sichtbeziehung, die insbesondere für die Nutzung als Fahrradweg eine Einschränkung darstellt. Das Verhältnis zwischen den gegenüber den anderen Entwürfen vergleichsweise hohen Baukosten und dem Mehrwert an Qualität erscheint unausgewogen.