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  • ein 1. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH, München (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Auer Weber, Stuttgart (DE), München (DE)

    Preisgeld
    57.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    In einer wohltuend zurückhaltenden Art greifen die Verfasser die Elemente der traditionellen Stadt mit Block, Gasse, Platz und Garten auf und ergänzen so in Fortführung deren Grammatik die vorhandene Stadt durch ein weiteres, neues Quartier. So gelingt es einfühl-sam, einerseits das vorgegebene Programm auf drei angenehm proportionierte Baukörper zu verteilen und andrerseits durch ein leichtes Spiel der Bauten und Fassaden ein ansprechendes Netz an einladenden Freiräumen zu entwickeln. Während auf der Ostseite der Hubertushof gut in diese Folge eingebunden wird, gelingt auf der Westseite der Übergang zu den denkmalgeschützten Kasernenbauten durch die Verdrehung und die Höhenlage dies nur eingeschränkt. Die grundsätzliche Fortführung der vorgefundenen Höhenlage, die Ausbildung der Gartenfugen und den damit verbindenden Übergang nach Norden sind lobenswert.
    Die Wirkung der Fassade mit den doch schon bekannten Bildern wird aus der Sicht des Preisgerichtes der besonderen Stellung des Projektes nicht gerecht. Die vorgeschlagene Materialität mit geschlämmten Klinkern und Holz vermittelt ein angenehmes Bild, wird jedoch hinsichtlich der durchgehenden Einheitlichkeit über das gesamte Areal kritisch diskutiert. Wäre ein wenig mehr changierende Vielfalt hier nicht dienlich? Ebenso wir das durchgehende Prinzip der gefalteten Dächer zwiespältig diskutiert, da sie einerseits ein einprägsames Bild bieten andererseits jedoch eine Diskrepanz zwischen Funktion und Gestalt erkennen lassen.
    Die innere Organisation von Hotel und Stadthalle ist in Struktur und Raumfolgen klar angeordnet und lässt eine gute Nutzung erwarten. Der Verbindungsgang zwischen den Hotelbauten öffnet zwar reizvolle Blicke, ist in seiner inneren Gliederung fragwürdig und aus Sicht des Straßenraums heraus verstellend.
    Das Forum öffnen sich mit einer einladenden Treppe großzügig wir richtig zum Stiftsgarten und wird durch angelagerte Nutzungen belebend gefasst. Seine Atmosphäre, insbesondere ohne größere Bespielung kann in der dargestellten Form jedoch noch nicht überzeugen.
    Die Erschließung wird richtigerweise weitgehend über die Tiefgarage abgewickelt. Deren in-nere Organisation ist jedoch noch unübersichtlich und hinsichtlich der unterschiedlichen Andienung sicherlich noch optimierbar.
    Die Arbeit überzeugt so durch ihre zurückhaltende Fortschreibung der städtischen Grammatik, die Klarheit der Bauten, die vielfältigen öffentlichen Räume und insbesondere daraus entstehenden einfühlsame Einordnung des Ensembles im Dialog zu den umgebenden städtischen Räumen.