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  • DE-04092 Leipzig, DE-04103 Leipzig
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-328435)

Campus Dösner Weg: Städtebauliche Einordnung eines Schulzentrums in Leipzig


  • 2. Preis

    © RKW Architektur +

    Architekten, Stadtplaner
    RKW Architektur +, Düsseldorf (DE), Leipzig (DE), Münster (DE), München (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Norbert Hippler

    Mitarbeit
    Falk Saalbach

    Erläuterungstext
    Innerhalb eines städtebaulichen Kontextes mit Bebauungen aus den 60iger und 70iger Jahren orientiert sich die bauliche Konfiguration des neuen Dösner-Schul-Campus an dem vorhandenen Stadtraster der unmittelbaren bau-lichen Nachbarschaft. Dieses Umfeld ist geprägt von großmaßstäblichen Wohnbauten in Zeilen und Punkthochhäusern der 60iger und 70iger Jahre des 20. Jahrhunderts. Drei unterschiedlich hohe Baukörper - das viergeschossige Gymnasium, die dreigeschossige Oberschule und die dreifach-gestapelte Sporthalle - werden über einen „Schulboulevard“ im Innen- und - als zeitgenössischer Kolonnadengang - im Außenraum miteinander verbunden. So entsteht ein gemeinsamer Schul- und Sportcampus, welcher unterschiedliche pädagogische Konzepte und verschiedene Bildungskonzepte baulich integriert: ein demokratischer Raum entsteht!

    Die städtebauliche Programmierung und räumliche Ordnung der neuen Baukörper ist streng organisiert, lässt aber eine Leichtigkeit in der Freianlagengestaltung zu. Augenscheinlich ist die räumliche Verschränkung von aktiv und passiv genutzten, befestigten und unbefestigten Flächen. Pausen- und Erschließungsflächen sowie Garten- und Sportflächen verzahnen sich zusammen mit den beiden Schulbaukörpern und der Sporthalle.

    Beide Schulen werden von unterschiedlich gestalteten Freiräumen - Grün versus städtischen steinernen Raum - partizipieren. Die Pausenflächen dienen sowohl dem Aufenthalt, als auch der Erschließung von Schulen und Sporthallen. Besonderer Wert wird auf Eindeutigkeit und Homogenität in der Zuordnung von Funktionen und Materialien gelegt. Der vorhandene Baumbestand wird – außerhalb der Baukörper - weitestgehend erhalten und strukturell ergänzt. Die Pausen- und Erschließungsflächen aus großformatigen Betonsteinplatten werden spielerisch durch angeordnete Solitärbaumpflanzungen (Gleditsiatriacanthos, Tilia spec., Zelkova, Acer pseudoplatanus) und Baumcluster kleinkroniger Bäume (Prunus avium, Magnolia spec., Fraxinus ornus etc.) im Bereich der PKW-Stellplätze aufgelockert. Die unterschiedlichen Baumarten bieten neben ihrer dendrologischen Vielfalt (AAD – animal aided design) durch Verdunstungskühle und Schattenwurf angenehme mikroklimatische Aufenthaltsräume. Ein Schülergarten orientiert sich nach Norden und bildet die grüne Grenze zwischen Stu-dentenwohnheim und Schulgelände. Durch ausreichenden Abstand zu den Nachbargebäuden wird die Verschattung der Wohnheime verhindert und mögliche Lärmpegel minimiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.