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  • DE-93047 Regensburg, DE-93057 Regensburg
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-324996)

Neubau Grundschule Sallerner Berg + Erweiterung Jakob-MuthSchule in Regensburg


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Planstatt Senner, Überlingen (DE), Stuttgart (DE), München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Philip Schmoeger

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Behnisch Architekten Partnerschaft mbB, Stuttgart (DE), München (DE), Boston (US)
    Tragwerksplaner: Knippers Helbig Advanced Engineering, Stuttgart (DE), New York City (US), Berlin (DE)

    Preisgeld
    54.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Scheinbar zwanglos und ungeordnet erscheint die Schulanlage als Ensemble einzelner Lernhäuser, die sich den Hang hinauf staffeln. auf der Ostseite entsteht eine eher kleinräumliche Verzahnung mit dem baumbestandenen Freiraum, während nach Westen zum Aberdeenpark hin eine große konkave Geste formuliert wird. Ein gekrümmter Verbindungsgang verbindet eine nördliche und eine südliche Erschliessungshalle miteinander und fügt die Gesamtanlage zu einem zusammenhängenden Schulorganismus. Die Sporthalle ist in der Mitte des Areals in eine Geländestufe integriert und tritt lediglich als Kante in Erscheinung. Die Mensa liegt ebenfalls an zentraler Stelle und verbindet den östlichen mit dem westlichen Freiraum.

    Die Ansammlung von insgesamt 7 Kuben wirkt in ihrer freien Figuration zunächst etwas chaotisch und willkürlich, folgt aber einer inneren Logik in der Abfolge und funktionalen Zuordnung. Die Freiräume im Osten wirken teilweise eingeengt und topografisch ungeklärt im Übergang zum

    bestehenden Gelände. Der Freibereich des Horts ist eng und schlecht besonnt. Auf der Westseite wird der großzügige Freibereich auf dem Dach der Sporthalle durch die Einzäunung des Allwetterplatzes beeinträchtigt. Der separate Zugang zur Sporthalle von außen ist ungeklärt, erkennbar ist nur ein Zugang über die Garage. diese ist aufgrund der geometrischen Bedingungen kaum vernünftig organisierbar.

    Die Lernhäuser sind prinzipiell gut organisiert, jedoch sollten die Lehrerstützpunkte zum offenen Lernbereich orientiert sein und die Treppenhäuser direkt ins Freie führen. Die räumliche Qualität der beiden Erschließungshallen ist reizvoll, wobei eine multifunktionale Nutzung aufgrund der Treppenlaufführung eingeschränkt ist.

    Im äußeren Erscheinungsbild ist die Maßstäblichkeit und Transparenz positiv hervorzuheben, während die Anschlüsse des Verbindungskörpers an die Kuben sowohl gestalterisch als auch bautechnisch ungelöst sind. Allzu beliebig und ohne erkennbare Logik stoßen die Bauteile hier aufeinander. Darunter leidet auch die Wirtschaftlichkeit von Realisierung und Unterhalt, zumal auch das Verhältnis von Hüllfläche zu Volumen die ansonsten guten Kennwerte beeinträchtigt. Insgesamt handelt es sich um einen eigenständigen Entwurf mit poetischen Qualitäten, der jedoch architektonische Fragen aufwirft, die nur schwer zu lösen sind.