loading
  • DE-18439 Stralsund
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-326236)

Neugestaltung der Schützenbastion in Stralsund


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Anzeige


    Verkehrsplaner
    Hoffmann - Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE)
    Architekten: vielmo architekten, Stuttgart (DE), Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    15.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt in ihrer selbstbewussten Präsenz bei gleichzeitiger Zurückhaltung im Stadtraum.
    Dies wird einerseits erzeugt durch die homogene starke alleinstellende Materialwahl (Basalt ist besser
    als Beton, vielleicht zu zwingendes, vielleicht nicht ortsgerechtes), andererseits durch die zurückgenommene Höhenentwicklung mit maximal 3,30 m über Terrain. Von der Stadt aus wird die Öffnung zu den Stadtteichen durch die leicht ansteigende Fläche nicht eingeschränkt. Folgerichtig ist dann auch ein punktueller Hochpunkt notwendig, um das Parkhaus überhaupt für die Nutzer kenntlich zu machen. Das wird gestalterisch kontrovers diskutiert.
    Die Entscheidung der Verfasser, beim aufgesetzten Pavillonbauwerk ein gegensätzliches Gestaltungselement zum Basalt in Form von Glas einzusetzen, wird positiv hervorgehoben und überzeugt in der grundsätzlichen Positionierung. Das vorgeschlagene Volumen im Verhältnis zur Plattform wird von den Verfassern selbst zu vage gehalten und müsste überzeugend geprüft und dargestellt werden.
    Die Durchblicke von der Plateaukante in den Landschaftsraum der Stadtteiche sind gut nachvollziehbar und werden unter Erhalt der Bestandsbäume mit reduzierten Eingriffen (Aufastung der Bäume) angemessen gelöst. Damit wird der Blick auf die Marienkirche gestärkt.
    Besonders geschickt erscheint die räumliche Aufwertung des Schnittpunktes am Frankenteich mit den
    Sitzstufen zum Wasser und zum behindertengerechten Aufgang zum Plateau. Hiermit wird auch der
    Weg von den Haltestellen am Weidendamm zur Altstadt gut gefasst.
    Die homogene Platzfläche wird durch die feine Differenzierung im Material gestärkt. Die dezente Möblierung an richtiger Steller und die Konzentration auf einen kleinen angemessenen Höhepunkt mit
    einem Wasserbecken ist gestalterisch subtil gelöst. Allerdings wird die hohe steinerne Brüstung kritisch gesehen, da diese den freien Blick auf die Stadtteiche behindert.
    Die Stellplatzanlage mit den Zu- und Abfahrten ist gut und übersichtlich angeordnet. Auch die Aufweitung im Innern ist funktional sinnfällig. Das Split-Level macht das Parken ohne große Rampenbauwerke ökonomisch und flüssig. Auch die Fahrradstellplätze sind klar angeordnet und könnten sich in das sichtlich zu große Lager erweitern.
    Die Zu- und Abfahrt ist nahe, vielleicht zu nahe, am Kreisverkehr platziert und bedürfte zudem einer großen Ausschilderung.
    Insgesamt ist es ein überzeugender Beitrag zur gestellten Aufgabe an diesem so wichtigen Ort in Stralsund.


Anzeige