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  • DE-18439 Stralsund
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-326236)

Neugestaltung der Schützenbastion in Stralsund


  • Anerkennung

    Visualisierung, © Lindenkreuz Eggert

    Landschaftsarchitekten
    SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    AW Faust

    Mitarbeit
    Sandra Dormeier, Marie-Luise Tschirner, Maria Complova, Emma Haberstock, Hugo Rodriguez

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HPP Architekten GmbH, Düsseldorf (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE), Leipzig (DE), Köln (DE), Hamburg (DE), Frankfurt (DE), München (DE), Berlin (DE), Istanbul (TR), Shanghai (CN)
    Visualisierer: LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie, Dresden (DE)
    Bauingenieure: CRP Bauingenieure GmbH, Berlin (DE), Hamburg (DE), Hannover (DE), München (DE)

    Preisgeld
    6.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Konzept
    In die bestehende Grünstruktur wirkt die Tiefgarage wie eingestempelt. Eine städtebauliche Raumkante nach Süden wird markant entwickelt.
    Es erfolgte keine Berücksichtigung des freiraumplanerischen Konzeptes der Hansestadt Stralsund.
    Die Öffnung der Raumkante zur Karl-Marx-Straße wird positiv gesehen.
    Die Raumkante der Gehölze zum Frankenteich bleibt weitgehend erhalten, wobei die Sichtachse aus
    Richtung Süden auf die Marienkirche im Wesentlichen geschlossen bleibt. Die Rampen der Zu- und Abfahrt zur Tiefgarage werden zum Fußweg des Frankenwalls mit einer trennend wirkenden Absturzbrüstung versehen.
    Die Lage der neuen Bastionskante wird positiv bewertet.


    Tiefgarage
    Der Abzweig zur Einfahrt in die Tiefgarage hinter dem Kreisel ist zu kurz. Die Trennung der Zu- und
    Abfahrt wird aber positiv bewertet, die Funktionalität der Ein- und Ausfahrtssituation ist grundsätzlich
    befriedigend gelöst. Die innere Parksituation wird aber wegen mangelnder Orientierung und dem daraus resultierenden Parkplatzsuchverkehr als schwierig angesehen.


    Materialität
    Das vorgeschlagene Material Stampflehm wird in seiner zweideutigen Haltung zwischen Erdbauwerk
    und Befestigungsanlage als interessant angesehen, bezüglich den Aspekten Pflegeaufwand, Robustheit, Langlebigkeit etc. jedoch kritisch hinterfragt. Ebenso bleibt der tektonische Widerspruch zwischen erdlastigem Material und abgehobener Geometrie ungeklärt. Zudem wird die harte hohe Brüstung des Bastionsplatzes kritisch gesehen.


    Funktionalität
    Die vom Verfasser vorgeschlagene Café-Nutzung auf der Schützenbastion sowie deren Positionierung
    an der hier vorgeschlagenen Stelle wird als sinnvoll erachtet.
    Die Art der Öffnung des Raumes unterhalb der Bastionskante wird als subtiler Umgang mit dem vermeintlichen Bastionsgebäude bewertet. Die Nutzungsvielfalt ist hier gegeben. Während die östlich des Weidendammes aufgestellten Bänke überzeugen, wird die Positionierung der Bänke auf dem Bastionsplatz hinterfragt.


    Freiraumkonzept
    Die Baumpflanzungen auf und am Rand der Tiefgarage zum Frankenwall sowie die Pflasterritzenbegrünung des Bastionsplatzes werden kritisch gesehen, sodass ein wesentlicher funktionaler Teil der Entwurfsidee für die Bastionsbegrünung hinterfragt wird.

    Insgesamt wird die Idee, die Bastionskante durch eine Stampflehmmauer zu gestalten, als stimmig
    und positiv hervorgehoben.