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  • LV Riga
  • 08/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9515)

Skanstes Street


  • 1. Preis


    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Erasmus Eller Malte Klipphahn Suat Eriz Andrea Schmeing

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel (DE)
    Architekten: DS-Plan AG, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Wettbewerb Skanstes Street, Riga
    Internationaler Wettbewerb, 2007 – 1. Preis


    Bauherr / Auslober
    Merks Ltd, Riga

    Architekt
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf | Berlin | Moscow | Kiew

    BGF
    143.000 m²

    Planungsgebiet
    36.100 m²


    Das Wettbewerbsgebiet bildet eine Ergänzung zu der bereits in Planung befindlichen Umgebung. Der Block wird zum Anziehungspunkt für Business, Retail und Freizeit ergänzt durch attraktives Wohnen, einem Hotel am neuen Stadtplatz und einer auf die großen Maßstäbe bezogenen Freiraumplanung.

    Die zukünftige Bebauung soll

    - zu einer städtebaulichen Aufwertung des Standortumfeldes führen und als architektonischer Akzent in exponierter Lage wahrgenommen werden.

    - sich in die vorhandenen und geplanten Strukturen einpassen und diese weiterführen.

    - eine bedarfsorientierte Ergänzung der vorhandenen Bebauung darstellen.

    Ein wesentlicher Punkt bei der Planung ist die Sicherstellung einer standortspezifischen, städtebaulichen Qualität. Bei der Einpassung der Gebäude in die Gesamtlösung werden
    bereits vorhandene Strukturen unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung der umliegenden Bereiche eingebettet.
    Die städtebauliche Lösung soll Maßstäbe setzen und sich in abwechslungsreicher moderner Struktur und ansprechender Qualität präsentieren.

    Städtebauliches Konzept:
    Das städtebauliche Konzept entwickelt sich aus diesen Anforderungen und nutzt die besondere topographische Situation und die Bodenverhältnisse aus. Die Gebäude präsentieren sich auf einer angehobenen Ebene und richten sich nach Nord Westen in Richtung der übrigen Blöcke aus, dies führt zu einer ausgewogenen Belichtung der Gebäude und es entstehen Ein und Ausblicke in und aus dem Block. Die Anordnung der Gebäude ermöglicht einen Durchblick von Osten nach Westen Richtung Block No.15. Dies bildet die Haupterschließungsachse im Block, weitere Blickbeziehungen entstehen entlang der Skanstes Street von Süden nach Norden. Die Architektur stellt eine, dem großen Maßstab des Gebietes entlang Skanstes Street angemessene, bauliche Geste dar.

    Höhenentwicklung:
    Hotel und Wohnbebauung bilden Hochpunkte an den Außenbereichen des Planungsgebietes. Aus der Anordnung der Gebäude und der Höhenentwicklung entstehen verschiedene visuelle Eindrücke des Planungsgebietes. Der Block wird unterschiedlich erlebbar, von innen als auch von Außen im Städtebaulichen Kontext.
    Entlang der Skanstes Street entsteht mit dem Bürogebäude auf Stage B eine Staffelung ansteigend in West Ost Richtung, in der zweiten Reihe verläuft die Höhenentwicklung der Bürogebäude Stage D gegenläufig in Richtung Ost West mit der Ausbildung eines Hochpunktes in Gegenüberstellung zur Wohnbebauung.

    Freiraumplanung:
    Im Innern entstehen Höfe und Plätze zwischen den Gebäuden die den Block auch hier unterschiedlich erlebbar machen, entlang einer inneren Erschließungsachse auf zwei Ebenen kommt man in die jeweiligen Nutzungsbereiche. Fußläufige Erschließung und Verkehr sind vertikal von einander getrennt, der Verkehr taucht ab und verteilt sich über die Haupterschließung zu den einzelnen Stages.

    Grundidee der Freiraumentwicklung ist die Herausarbeitung einer übergreifenden, universellen Struktur, welche sowohl Verknüpfungen zwischen den Bereichen schafft, als auch den Teilräumen einen eigenständigen Charakter verleiht. Platz und Grünstrukturen gehen hierbei eine Symbiose ein. Durch Verdichtung und Verzahnung der Elemente gelingt es Platzräume und Wohnhöfe nebeneinander auszubilden, ohne eine Trennung zu etablieren.
    Störungen im System bilden das zentrale Holzdeck und die auskragenden Aktionsfelder. Während das Holzdeck als verbindendes Strukturelement eine gemeinsame Mitte des Quartiers ausbildet, orientieren sich die Plattformen zum umgebenden Stadtraum. Diese spielen mit den Höhenunterschieden und schaffen exponierte Positionen zum sitzen, verweilen und spielen, mit ungewöhnlichen Ausblicken.

    Erschließung und Verkehrskonzept:
    Die Haupterschließung erfolgt von der geplanten Straße nordöstlich des Planungsgebietes zwischen den Stages C und D. Hier wird die Verkehrserschließung von der fußläufigen Erschließung getrennt. Neben der Vorfahrt für das Hotel und einem Taxistellplatz vor dem Bürogebäude Stage D wird der Verkehr zum Sockelbereich geführt.

    Eine großzügig terrassierte Treppenanlage ermöglicht den fußläufigen Zugang zu den Nutzungseinheiten auf der oberen Ebene und vermittelt einen repräsentativen Eindruck des Ortes im Innern mit Blickbeziehung durch den Block hin zur geplanten Nachbarbebauung.
    Neben der Haupterschließung im Osten werden weitere fußläufige Querverbindungen zu den angrenzenden Gebieten angeboten. Der öffentliche Charakter wird hierdurch betont.
    Eine weitere Verkehrserschließung erfolgt von Nordwesten zwischen Stage A und D.

    Die Hauptzugänge der Gebäude erfolgt von der internen Achse aus und von den Höfen, weitere Nebeneingänge ermöglichen aber auch den barrierefreien Zugang von der Strasse.
    Die Parkplätze sind an die Zugangsbereiche und die einzelnen Etagen angebunden. Der Retailbereich in Stage B hat einen eigenen Zugang aus den Parkgeschossen.

    Eine Besonderheit stellt der Umgang mit dem im Sockelbereich angeordneten Parkflächen dar welche sich im Außenraum als Terrassen darstellen. Das anheben der Baukörper um ca. 4,5m über Straßenniveau gewährleistet eine ausreichende Versorgung der einzelnen Stages mit von einander unabhängigen Stellplätzen in ausreichender Anzahl. Die Terrassierung der Außenbereiche ermöglicht die natürliche Belüftung der Stellplatzanlagen in Verbindung mit Öffnungen im Innern des Blockes die gleichzeitig auch zur Belichtung der internen Verkehrsschließung dienen.

    Der Wettbewerbsbeitrag steht für eine städtebauliche Integration mit individuellem Charakter im innern einem klar strukturiertem Verkehrs- und Erschließungskonzept mit erlebnisreicher Freiraumplanung, welche auf die einzelnen Nutzungseinheiten Bezug nimmt.




    MATERIALKONZEPT

    Das Material soll die klare architektonische Gestaltung unterstützen, und die Gebäude in moderner Struktur und ansprechender Qualität präsentieren.

    Die Materialien gehen einerseits auf die individuelle Nutzung der Gebäude ein indem kleine farbige Akzente im Hotel und im Apartmenthaus eingesetzt werden Andererseits wird durch ein einheitliches helles und hochwertiges Material- und Farbkonzept der Zusammenhang der Nutzungen und Ihre Wechselwirkung von Wohnen zu Retail und Hotel zu Office deutlich.
    Materialien mit unterschiedlichen Strukturen und Oberflächen ergeben sich aus Ihrer Funktion.

    Büro:
    Das Funktionale einer Büronutzung wird durch eingefärbten Sichtbeton unterstrichen, eingefügte Aluminiumverbundplatten vermitteln eine subtile Differenzierung zwischen matten und glänzenden Flächen, lassen das Gebäude aber dennoch als Einheit erscheinen.
    Die Ausbildung großer Glasflächen als Bandfassade ermöglicht eine flexible Nutzung und beachtet dadurch die Wirtschaftlichkeit eines Bürogebäudes.

    Hotel:
    Der repräsentative Charakter des Hotels wird durch hellen Naturstein in Verbindung mit modernen Betonelementen dargestellt und schafft einen Bezug zur umgebenden Bürobebauung mit ähnlichen Materialeigenschaften.
    Farbige verschiebbare Elemente in der Fassade geben dem Gebäude einen Individuellen Charakter. Die Aufteilung der inneren Strukturen werden auf die Fassade Übertragen und vermitteln damit dem Gebäude ein dynamisches Aussehen.

    Wohnen:
    Die Wohngebäude gliedern sich mit einer hellen Sichtbetonfassade in die Gebäudekomposition ein, geben aber den einzelnen Wohneinheiten durch eingeschobene Elemente in unterschiedlichen Farben einen abwechslungsreichen und persönlichen Charakter.

    Die Formgebung der Gebäude ist funktional, die Fassaden Vermitteln einen Eindruck der inneren Aufteilung und Nutzung - bei den Bürogebäuden ergänzt durch großzügige Öffnungen die als Garten, als Meetingpoint oder Konferenzbereich genutzt werden können.
    Dieser Umgang mit Material und Struktur wiederholt sich auch im Innenraum und schafft eine angenehme einheitliche Wahrnehmung in der individuelle Akzente gesetzt werden.

    Das Material- und Farbkonzept basiert auf einer einheitlichen Gestaltung der einzelnen
    Ebenen und Bereiche mit individuellem Charakter, hell, freundlich und einladend dieses Konzept wird auch auf den Außenraum übertragen in dem attraktive Freiraumstrukturen mit Natur, Freizeitangeboten und Plätzen mit Aufenthaltscharakter geschaffen werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.