Die städtebauliche Grundstruktur sind fünf Stadtbausteine, die sich jeweils durch eine Kombination von Hochpunkten, Riegel und Flachbauten auszeichnen und einen mar-kanten Abschluss als Stadtkante des Medienhafens zum Industriehafen bilden. Trotz-dem bietet diese Stadtkante ausreichend Möglichkeiten der Durchlässigkeit, um die Nähe des Hafenbeckens B zu erfahren. Die beiden End- bzw. Anfangsbausteine zeich-nen sich durch besondere Hochpunkte aus, die den Anfang bzw. den Schlusspunkt des Quartiers markieren. Das Bootshaus wird in eine Platzbebauung am Ende der Kesselstraße integriert und ist so nicht nur gut erreichbar, sondern trägt auch zur Belebung des urbanen Platzes vis-à-vis bei. Die funktionalen Anforderungen an das Bootshaus sind jedoch nicht vollständig erfüllt. Im Bereich Holzstraße wird ein gut erkennbarer Stadteingang formuliert. Im Bereich der Bebauungsspitze wird durch eine Änderung der Orthogonalität des Baukörpers die freiräumliche Geste unterstri-chen. Die robuste Grundstruktur lässt eine hohe Flexibilität und Prozessoffenheit (Re-alteilung und Phasierung) zu. Dadurch lassen sich schnell eine städtebauliche Gestalt herstellen und die entsprechende Freiraumsituation schaffen. Das Trivago-Gebäude und die Plange Mühle werden städtebaulich-freiräumlich in das Stadtensemble ein-gebunden. Die sparsame Erschließung für den motorisierten Verkehr erfolgt über die Kesselstraße, von der auch die Tiefgaragen erreichbar sind. Die Stellplätze werden eingeschossig unterhalb der Baufelder angeordnet und ermöglichen so eine Realtei-lung und die Nutzung der EG-Zone zur Kaipromenade für öffentliche und halböffent-liche Zwecke. Die Straßenbahntrasse wird mit einem Mobilitätshub im Bereich Trivago verknüpft und bis zum Muskatorwerk verlängert. Der Hochwasserschutz wird durch eine klare Funktionale von hochwassersicherer Hauterschließung auf der Kesselstraße und einer Notüberfahrung im Bereich der Bebauungsspitze berücksichtigt.
Die Uferstraße wird richtigerweise als Promenade mit möglichen EG-Nutzungen ent-wickelt. Die beiden Balkone in das Hafenbecken sind außer als Hotelschiffanleger vielfältig nutzbar. Der Blick auf die Plange Mühle wird nicht nur über die städtebauli-che Struktur, sondern explizit über eine großzügige Freitreppe sehr schön inszeniert. Die Haupterschließung über die Kesselstraße wird folgerichtig als ein etwas einfacherer, aber dennoch klar gestalteter Stadtraum mit einem räumlichen Endpunkt gebil-det. Der großzügige, sehr zurückhaltende Freiraum um das Hafenbecken A nimmt den Charakter des Ortes gut auf. Die Entwicklung eines gut nutzbaren Freiraums wird sehr gut erreicht. Möglicherweise sind die Wege noch etwas zu reduziert und haben einen zu großen Abstand zum Hafenbecken, das baumbestandene Ufer kann damit sehr gut erhalten werden.
| Angelegt am | 03.07.2019, 15:14 |
| Zuletzt aktualisiert | 22.07.2019, 16:52 |
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