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  • DE-45127 Essen
  • 07/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-308171)

Neubau BürgerRatHaus in Essen


  • Anerkennung

    Modellfoto, © JSWD / GINA

    Architekten
    JSWD Architekten, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: GINA Barcelona Architects, Barcelona (ES)
    Landschaftsarchitekten: RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE)
    Bauingenieure: ZWP Ingenieur-AG, Köln (DE), München (DE), Stuttgart (DE), Wiesbaden (DE), Berlin (DE), Hamburg (DE), Bochum (DE), Dresden (DE), Köln (DE), Köln (DE)
    Bauingenieure: AWD Ingenieurgesellschaft mbH, Köln (DE), Berlin (DE)
    Bauphysiker: TOHR Bauphysik, Bergisch Gladbach (DE)

    Erläuterungstext
    Lage im Stadtzentrum
    Das Entwurfskonzept für das neue „BürgerRatHaus“ entsteht aus einer aufmerksamen Analyse der Stadt Essen, ihrem historischen Zentrum und der Umgebung. Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich an einer besonderen Stelle, in direkter Nachbarschaft zu drei typologisch sehr unterschiedlichen Stadtbezirken. Im Osten grenzt das Baugrundstück an drei bis viergeschossige Wohnhäuser mit traditionellen Satteldächern. Im Süden, Richtung Hauptbahnhof, befinden sich mehrheitlich Bürogebäude. Das historische Stadtzentrum nordwestlich des Baugrundstücks verdient besondere Beachtung. Hier befinden sich hochwertige Freiräume für die Essener Bürger, der Essener Dom sowie die Fußgängerzone. Im direkten Umfeld befinden sich außerdem das denkmalgeschützte Kolpinghaus, das Haus der katholischen Kirche sowie die Alte Synagoge am Edmund-Körner-Platz.

    Erschließung und Infrastruktur
    Der Bauplatz befindet sich an der Schnittstelle verschiedener Verkehrsadern und damit an einer verkehrstechnisch hoch komplexen Situation in der Essener Innenstadt. Die Hauptverkehrsachse Bernestraße/ Schützenbahn westlich des Grundstücks ist Teil des östlichen Innenstadtrings und verfügt über getrennt geführte, jeweils vierstreifige Richtungsfahrbahnen. Diese bilden eine große Barriere für die Fußgänger zwischen Wettbewerbsgründstück und Innenstadt. Dem gegenüber steht die deutlich ruhigere Steelerstraße auf der Nordostseite des Grundstücks. Die bestehenden Fußgängerwege zum Wettbewerbsgrundstück gewährleisten aktuell keine angemessene Verbindung zum historischen Stadtkern. Das neue BürgerRatHaus Essen, als wichtiges öffentliches Gebäude, muss in der Lage sein, eine neue stadträumliche Beziehung zwischen diesen Bereichen zu bilden.

    Architektonisches und freiraumplanerisches Konzept
    Das neue Gebäude des Bürgerrathauses nimmt einen aufmerksamen Dialog mit den umgehenden Gebäuden auf und präsentiert sich dabei als selbstbewusster neuer Stadtbaustein. Die eigenständige Form reagiert logisch auf alle Nachbargebäude und bildet um das Gebäude neue städtebauliche Räume unterschiedlicher Funktion und Qualitäten.
    Zentraler Freiraum ist der Vorplatz des Gebäudes. Er verbindet über eine große Freitreppe zwei Geländeniveaus, von dessen oberen das Stadtzentrum Essens über eine neue Fußgängerbrücke direkt an das neue BürgerRatHaus angebunden wird. Durch diese Anbindung wird das Gebäude nicht nur inhaltlich sondern auch stadträumlich neues öffentliches und soziales Zentrum für die Essener Bürger. Die große Freitreppe bietet dabei unter Integration grüner Bereiche eine dynamische, neue Stadtlandschaft, die zum Verweilen einlädt.

    Das Volumen des Entwurfes bildet eine bildhauerische Großform, die sich um einen großen Hof als Herz des Projekts gruppiert. Über den Hof werden alle Bereiche des Gebäudes, belüftet und belichtet. Das Programm lässt sich in zwei Haupt-Kategorien unterscheiden: das Frontoffice, mit einem offenen Charakter und das Backoffice, mit Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter*innen. Diese Dualität in den Funktionen ist von außen deutlich ablesbar. Der öffentliche, zweigeschossige Bereich der unteren beiden Niveaus beinhaltet die öffentlichen Funktionen und transportiert diese Nutzungsverteilung durch seine transparente, gläserne Fassade. In den oberen Geschossen werden die Bürobereiche des Back Offices untergebracht und mit einer gerasterten Fassade versehen, die der geforderten Funktionalität und Flexibilität für zukünftige Veränderungen Rechnung trägt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 15.07.2019, 14:32
Zuletzt aktualisiert 17.07.2019, 16:33
Beitrags-ID 4-177089
Seitenaufrufe 103