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  • Preisgruppe 1. Wettbewerbsstufe

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    Landschaftsarchitekten
    Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich (CH), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Ammann Albers StadtWerke, Zürich (CH)
    Verkehrsplaner: Schneiter Verkehrsplanung AG, Ennenda (CH), Zürich (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Zentrale Idee ist die Ausbildung eines eigenständigen Siedlungskörpers, der sich westlich in
    Verlängerung der Postillionstraße an den bestehenden Stadtteil Haunstetten anschmiegt und in Bezug auf den motorisierten Individualverkehr eigenständig funktioniert. Die Verbindung zum bestehenden Stadtteil wird gut gewählt, über eine gemischt genutzte bauliche Struktur westlich der Königsbrunner Straße und ein anschließendes Bildungsband geschaffen, das in Sport- und Freiraumstrukturen eingebunden wird und dabei bestehende Strukturen angemessen berücksichtigt.

    Besonders markant ist die Idee eines neuen Bade- und Bootssees, der dem Stadtteil eine ganz
    eigene Prägung gibt und die westliche Stadtkante charakterisiert, was sich auch in der Bebauung und der Höhenentwicklung widerspiegelt. Im nördlichen Bereich wird eine verdichtete Bebauung vorgeschlagen, die ein ablesbares neues Zentrum bildet, das durch die Ausdifferenzierung der öffentlichen Räume und einen urbanen Charakter der Bebauung gekennzeichnet ist. Ansonsten basiert die gewählte städtebauliche Struktur eher auf traditionellen Kategorien, es werden wenige Aussagen zu neuen Formen der Nutzungsmischung oder zu differenzierten Wohnformen gemacht; die robuste Struktur lässt jedoch unterschiedliche Interpretationen und Inhalte zu.

    Die Erschließungsidee über ein eigenständiges, mäandrierendes Rückgrat stellt eine denkbare
    Lösung dar, die nördlichen und südlichen Anschlüsse an das bestehende Straßennetz sind jedoch nicht funktional ausgebildet. Die Konzeption für den ruhenden KFZ-Verkehr ist mit der Vielzahl von dezentralen, wohnblockbezogenen Parkierungsmöglichkeiten und den daraus entstehenden Konkurrenznachteilen für den ÖPNV und auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität in Bezug auf ein geändertes Mobilitätsverhalten nicht zielführend.

    Insgesamt stellt der Entwurf insbesondere in Bezug auf die Freiraumidee einen eigenständigen
    Diskussionsbeitrag zur Zukunft von Haunstetten dar.


INFO-BOX

Angelegt am 16.07.2019, 17:57
Zuletzt aktualisiert 17.02.2020, 12:37
Beitrags-ID 4-177202
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