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  • DE-06110 Halle (Saale), DE-06132 Halle (Saale)
  • 09/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-332427)

Gebäude- und Freiraumplanung "Campus Handwerk" für die Handwerkskammer Halle (Saale)


  • 1. Preis

    © Auf den Punkt Architekten, LOR Landschaftsarchitekten, Bildwerk Visualisierung

    Architekten
    Auf den Punkt Architekten | Wiencke . Horn GbR, Dresden (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LOR Landschaftsarchitekten Otto + Richter, Dresden (DE)
    Visualisierer: drauschke & fliegel Architektur, Dresden (DE)
    Architekten: KILIANARCHITEKTEN, Dresden (DE)

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf erfüllt die Campusidee in überzeugender Weise. Der Entwurf transportiert durch eine 4-seitige Hofanlage mit der Mensa und dem dadurch gebildeten Innenhof den Campusgedanken. Das Verhältnis der Grünflächen und bebauten Flächen ist ausgewogen. Die Verkehrsführung, sowohl des ruhenden Verkehrs als auch der Anlieferung, ist funktional gelöst. Dabei gefällt insbesondere die Anordnung der Parkflächen in den Randbereichen. Der Eingangsbereich ist an die Südseite verlegt worden und bildet somit eine neue Adresse. Damit erhält das Internat mehr Privatheit, die zu Freizeitzwecken und Erholung genutzt werden können.

    Die Anordnung der Funktionsbereiche ist übersichtlich und einprägsam. Positiv wird der Laubengang, als verbindendes Element gewertet mit hohem Aufenthaltspotenzial. Der Entwurf weist ein ausgewogenes Verhältnis von geschlossenen und geöffneten Flächen auf. Zusätzliche Blickbeziehungen sind erwünscht. Die konsequente Verwendung von Holz, als Hauptmaterial bietet einen geschlossenen Gesamteindruck, dieser ist in einigen Innenbereichen zu überdenken. Der Übergang in den Landschaftsraum ist durch die Anordnung der Gebäude und Wegebeziehung gegeben. Die kompakte Bauweise führt zu dem Ergebnis, dass es zu einer Reduzierung der befestigten Flächen kommt.

    Es ist zu prüfen, ob es zum Lärmkonflikt der Nachbarn bzgl. der Sport- und Freizeitnutzung und der Parkplatznutzung im Norden kommt. Ggf. ist die Verlegung des Volleyball-Feldes in den nördlichen Grünstreifen zu prüfen. Die Dimensionierung der Busschleife ist zu überdenken. Der Lagerbereich in der Kfz-Werkstatt sollte möglichst zusammengefasst werden und möglichst in den äußeren Gebäudebereich verlegt werden.

    Die Mensa kann nur im nördlichen Bereich angeliefert werden, die Wettbewerbslösung erfüllt dies zurzeit nicht. Die Funktionalität und Größe der Umkleiden ist zu prüfen. Weiterhin wurde die bauliche Ausbildung der werkstattnahen Unterrichtsräume kontrovers diskutiert und muss ggf. überprüft werden. Der Entwurf lässt eine wirtschaftliche Realisierbarkeit vermuten.