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  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Köster

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner, Lübeck (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    47.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Arbeit 1327
    Zwischen den Shedhallen und dem ehemaligen Produktionsgebäude wird ein großzügiges, verglastes Foyer als neues Bauteil vorgeschlagen das zwischen den beiden Zugängen von der Stadtseite und von der Walkstraße vermittelt. Auf beiden Zugangsseiten werden überzeugende Adressen ausgebildet. Die Aula als eingestellter Raum und die Mensa mit Cafeteria und Außenbereich im Süden sind dem Foyer richtig zugeordnet, die Erweiterbarkeit der Aula in die Foyerflächen erscheint allerdings etwas eingeschränkt.

    In den Shedhallen werden die Fachklassen in einer zwei-, teilweise dreihüftigen Struktur angeordnet. Die Anordnung ist im Gesamtkonzept folgerichtig, sie führt aber im Norden zu etwas abgehängt liegenden Klassen. Die Orientierung jeweils einander gegenüberliegender Räume zu den langgestreckten, sehr schmalen Innenhöfen erscheint wegen der gegenseitigen Störung nicht praktikabel. Ebenfalls kritisch ist der Hortbereich über drei Ebenen.

    Etwa mittig im ehemaligen Produktionsgebäude wird eine neue Treppe richtig angeordnet. Allerdings wird deren in den Darstellungen angedeutete Transparenz aus Brandschutzgründen in der Umsetzung recht aufwendig. Zur Organisation der wechselseitig nach Süden und nach Norden orientierten Lerngruppen werden gute Vorschläge gemacht.

    Die Pausenflächen sind klar untergliedert und zoniert, allerdings ist dem Hort keine Freifläche zugeordnet. Die Sportflächen entsprechen den Anforderungen, die Rundlaufbahn leider nicht. Die Fahrräder werden sinnvoll den beiden Eingängen zugeordnet, die Lage an der Walkstraße sollte jedoch überprüft werden. Gut sind die Übergänge zur angrenzende Villa und zum ehemaligen Verwaltungsgebäude und auch der Naturraum der Dosse wird geschickt in die Freianlagen eingebunden.

    Der Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz angemessen und zurückhaltend. Kritisiert werden aber die mit dem neuen Foyer verbundenen Eingriffe, die auch architektonisch in den Übergängen zwischen Bestand und neuen Bauteilen noch nicht durchgängig überzeugen.