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  • DE-28359 Bremen
  • 04/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-319894)

Neubau eines Hörsaal- und Veranstaltungszentrums in Bremen


  • 3. Preis

    Lageplan Gesamtübersicht, © GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, PFP Planungs GmbH Hamburg

    Landschaftsarchitekten
    GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: PFP Planungs GmbH Hamburg, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit versucht, den Hörsaalkomplex im Grundriss als Viertelkreis zu organisieren. Dies ist an sich plausibel, führt es doch zu einer guten Raumfigur für die Hörsäle (mit leichten Einschränkungen für die kleineren Säle). Diese Entscheidung hat aber zur Folge, dass sich der Viertelkreis im quadratischen Baukörper etwas sperrig verhält. Die quadratische Kontur des Grundrisses wird durch den Hörsaalblock annähernd diagonal geteilt; die freie Hälfte wird zu einem expressiv gestalteten Eckfoyer umformuliert, das an sich erst einmal interessant erscheint. Das Foyer und die eigenwillig ausformulierten Treppen und Podeste sind jedoch zu klein für die Mehrfachbenutzung und der großzügige Raumeindruck des Foyers wird durch den (wahlweise transparent und massiv dargestellten) Treppenhauskern im Eck stark beeinträchtigt. Hier treffen die Logik von Quadrat und Viertelkreis letztlich ungelöst aufeinander. Durch die aufgelöste Ecke entsteht im Gesamteindruck ein seltsames Ungleichgewicht, das den Baukörper unstatisch erscheinen lässt. Es werden hier großzügig verglaste Fassadenflächen vorgeschlagen, deren Eignung (insbesondere auch unter Aspekten des Energieverbrauchs und der Nachhaltigkeit) noch im Einzelnen nachzuweisen wäre. Im Außenraum gelingt es der Arbeit, eine großzügige Verbindung zwischen Campus-Park und Universitätsboulevard zu entwickeln. Durch die Neuorganisation des Mensasees entsteht eine prägnante Situation mit hoher Aufenthaltsqualität. Die sehr steinerne Anmutung der Uferbefestigung und der flankierenden Mauer wird kontrovers diskutiert. Die barrierefreie Erschließung der Boulevardebene und der Mensa sind noch nicht gelöst. In den oberen Geschossen, in denen das Gebäude wieder der quadratischen Logik folgen kann, werden mit einem bzw. potentiell sogar zwei grünen Foyers, durch ein geschlossenes Atrium angenehm belichtet, gute Flächen für selbstorganisierte Arbeit und Posterpräsentationen bei Veranstaltungen angeboten. Hervorzuheben sind auch die flexiblen Grundrisse dieser sehr guten Bürogeschosse. Der Entwurf birgt das Potenzial einer sehr kompakten Gebäudehülle. Zudem gibt es eine klare Logik in der technischen Erschließung der Räume. Aufgrund der hohen Verglasungsanteile der Fassaden sind das Sonnenschutzkonzept sowie das Konzept der Wintergärten zu validieren. Im Ganzen eine Arbeit die viele sehr gute Ansätze hat, die aber leider nicht zu einer Synthese gebracht werden, die alle Mitglieder der Jury überzeugt.