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  • 1. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Moritz Möllers

    Mitarbeit
    Laika Alm

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bof architekten bücking, ostrop & flemming partnerschaft mbb, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    78.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser haben auf Grundlage der Kritikpunkte der 1. Phase ihre Arbeit inhaltlich als auch strukturell überzeugend überarbeitet.

    Der Grundgedanke, Schule als Campus zwischen bestehenden und neuen Bausteinen zu interpretieren, bleibt in seiner Grundstruktur bestehen und wird in der Überarbeitung konsequent weitergeführt. Dadurch fügt sich die neue Schule bestens in die umgebende Struktur Stammheims ein.

    Die Setzungen der einzelnen Schuleinheiten werden durch die Veränderung der Raumzugehörigkeiten klarer definiert. Ebenfalls wird die Mensa durch den Wegfall der Außentreppe in ihrer Positionierung eindeutig dem Campus zugeordnet und als zentraler Baustein der Schule entwickelt. Die Größe entspricht allerdings nicht den Vorgaben der Auslobung und müsste im Weiteren angepasst werden. Es fehlen ein Windfang in der Zugangssituation sowie wichtige Lager- und Nebenräume für die Funktion als Veranstaltungsort. Auch können Lehrküche und Musikraum momentan nur über den Speiseraum erschlossen werden und sind dadurch bei Veranstaltungen nicht autark erreichbar. Grundsätzlich sollte die Anordnung des Musikraums nochmals überdacht werden, um die Funktion als zuschaltbare Bühne erfüllen zu können.

    Die Verkleinerung des Bausteins Grundschule wirkt im Gesamtensemble angemessen und harmoniert mit den umgebenden, gut überschaubaren Außenräumen. Diese verbinden alle Baukörper geschickt miteinander und bilden den Übergang zu den Bestandsgebäuden.

    Die Eingangssituationen der einzelnen Bausteine müssten genauer definiert und dementsprechend ausgebildet werden. Insbesondere der Auftakt zur Grundschule bräuchte mehr Dominanz und die Überprüfung durch die Verfasser, wie dem Wunsch der Grundschule nach einer starken Mitte (Herz) Rechnung getragen werden kann. Auch dem Eingang der Realschule, momentan als notwendiger Treppenraum angedacht, müsste mehr Nutzungsqualität zugeordnet werden.

    Die innere pädagogisch räumliche Qualität der einzelnen Cluster – sowohl im Grundschul- als auch im Realschulbereich – hat sich in Teilen verbessert. Die gemeinschaftliche Lernzone liegt richtig, alle Klassenräume sind jetzt gleichberechtigt angebunden.

    Allerdings fehlen der Grundschule in der Arbeit 1009 wichtige Differenzierungsbereiche als Kompensation für die wegfallenden Qualitäten des Hübner-Baus. Hierfür müssten in der weiteren Bearbeitung Lösungsvorschläge gemacht werden.

    Ebenfalls müsste der Wunsch der Realschule nach drei zusammenhängenden Clustern, wie in der Auslobung beschrieben, untersucht werden. Überdies sollte jeder Klasseraum einen direkten Zugang zu einem Differenzierungsraum haben.

    Bezogen auf den Brandschutz liegen die einzelnen Cluster insbesondere im Realschulbereich über 400 qm. Hier müssten Vorschläge für die Umsetzbarkeit gemacht werden.

    Die kompakten Einzelbaukörper haben ein gutes A/V-Verhältnis und einen moderaten Glasanteil. Eine natürliche Be- und Entlüftung der Raumeinheiten erscheint problemlos. Insgesamt ermöglicht der Entwurf die Errichtung eines klimaneutralen Gebäudes. Die raumhohe Verglasung zur Campusmitte im Mensabereich müsste diesbezüglich im Weiteren überprüft werden.