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  • 2. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Köln (DE), Dresden (DE), Wrocław (PL), Erlangen (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    50.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser positionieren einen dreigeschossigen ringförmigen Schulbaustein im südlichen Grundstücksbereich. Hierbei gelingt es, den Hübnerbau zu erhalten und einen fließenden Landschaftsraum zu generieren.

    Die große zusammenhängende Baumasse erscheint jedoch unangemessen hinsichtlich der sensiblen städtebaulichen Einbindung am Standort. Der Maßstabssprung in der Baukörperkörnung verhindert eine zusammenhängende Wahrnehmbarkeit als Schulcampus. Eine klare Adressbildung zum Fliegenweg wird vermisst. Das längs der Straße ausgerichtete Fahrradhaus als reiner Funktions- und Erschließungsbau wird der Anforderung einer straßenbegleitenden Bebauung nicht gerecht.

    Durch die gewählte Grundfigur als Atriumtyp arrondieren sich die Klassenräume der Grund- als auch der Realschule um eine dreigeschossige und überdachte Gartenhalle. Die innere Struktur entwickelt sich schlüssig aus der städtebaulichen Setzung und zeichnet sich in der Organisation durch eine gute Funktionalität in der Ausbildung der Cluster aus. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die Organisation der kurzen Wege und das gemeinschaftliche und kommunikative Haus für alle Schüler.

    Hinsichtlich einer detaillierten Ausarbeitung von Innenraumqualitäten und der Differenzierung der einzelnen Raumbereiche mit ihren Fassaden zum Innenraum hin, erscheint Nachholbedarf.

    Positiv wird die flexible Nutzbarkeit der Pausenhalle mit direkter Verbindung zur Mensa und zur Ganztagsgrundschule gewertet. Der notwendige Nachweis einer konfliktfreien Nutzbarkeit der Gartenhalle bei gleichzeitigem Schulbetrieb kann nicht glaubhaft vermittelt werden. Die Erfüllung der Anforderungen an eine angemessene Raumakustik, Tragkonstruktion sowie an die thermische Bauphysik werden kritisch hinterfragt.

    Das Gestaltungs- und Materialkonzept schafft ein angemessenes Erscheinungsbild und eine schlichte, qualitätvolle Anmutung.

    Das klare, kompakte Gebäudevolumen hat ein günstiges AV -Verhältnis, lässt jedoch aufgrund der hohen Glasanteile in der Fassade einen hohen Energiebedarf erwarten- zumal, wenn der Innenbereich ganzjährig genutzt werden soll.

    Eine bauabschnittsweise Errichtung wird nicht angeboten. Ein umfangreicheres Interim wird erforderlich.

    Im Zuge der Überarbeitung wurde der Entwurf inhaltlich und technisch in großem Umfang vertieft, die grundlegende Problematik des Entwurfsansatzes konnte jedoch nicht ausgeräumt werden.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen qualitätvollen Beitrag mit Schwächen, insbesondere in der städtebaulichen Einbindung und der Ausarbeitung des Atriumkonzepts dar.