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  • DE-70192 Stuttgart
  • 02/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-9811)

Zukunft Killesberg -Forum K (Zonen 1-4) Messenachnutzung


  • Ankauf


    Landschaftsarchitekten
    Keller Damm Kollegen GmbH Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Franziska Wimmer. Carina Simmchen , Fachberater: Egger, Modellbau

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bogevischs buero, München (DE)

    Erläuterungstext

    Das forum_k ist eine markante Schwelle zum neudefinierten Höhenpark Killesberg. Diese \'Schwelle\' wird zu einem eigenständigen Ort/Ziel im Stadtgefüge.

    Unser Entwurf wird durch 2 gleichwertige Elemente gebildet, welche – beide prägnant und wieder erkennbar – einen städtischen Platzraum bilden, der sich entlang der Fuge der beiden Bauvolumina entwickelt.

    fuge/platz – das forum_k

    Der Platz im forum_k ist - wie ganz Stuttgart - ein dreidimensionaler Ort. Ähnlich einer Bühne tauchen aus allen Seiten Wege auf verschiedenen Ebenen auf dem Platz auf und werden im Forum zusammengeführt. Am zentralen Knoten sind Cafés und Restaurants angeordnet, die den Platz entsprechend beleben und den Bewohnern und Besuchern des forum_K eine lebendige Mitte werden.

    Die Parkkante wird durch einen rationalen Randbaukörper gebildet, der die verschiedensten geforderten Funktionen gut gegliedert zusammenfügt.
    Der Randbaukörper liegt auf einem expressiven aufgeglasten oder aufgeschnittenen Sockel auf, der unterschiedlichste Wegebeziehungen ins Innere des Quartiers und auf den neuen Quartiersplatz leitet.

    nordhang – wohnen – weitblick – sichtbarkeit

    Die Kombination des nach Norden fallenden Geländes und des sich nach Norden entwickelnden ehemaligen Messeparks erschwert die Entwicklung aller niedrigen Geschosswohnungs-Typologien durch die sich verlängernden Abstandflächen und die schwer zu lösende Frage der Grundrissorganisation.

    Unser Entwurf entwickelt zwei übereinander platzierte Wohnformen, welche beide die Parknähe ausnutzen, der nach Norden fallende Hang wirkt sich nicht nachteilig aus. Parallel dazu bieten die drei Wohntürme nicht nur eine exklusive Wohnqualität, sondern bilden ein markantes Ensemble, welches von Weitem das forum_k nach Außen zeigt.


    familienwohnen im sockel

    Die zwei südlichen Wohntürme sitzen auf einem hufeisenförmigen Sockel, der sich zum Park öffnet. Dort sind Familien-Maisonnetten angeordnet, die sich um den gemeinsamen grünen Hof gruppieren. Eine Kinderbetreuungs-Einrichtung am Übergang zum Park bildet die vierte Seite des Wohnhofes.



    exklusives wohnen in den türmen

    Die drei Türme enthalten hochwertige schicke Appartements, die nach Süden bzw. nach Westen orientiert sind, mit dreiseitig orientierten Wohnungen an den Rändern. Blicke weit über den Park bzw. die ganze Stadt werden gepaart mit hervorragenden Belichtungssituationen. Individuelle Freiflächen als große Loggien oder Balkonbänder bieten eine private Alternative zum umgebenden öffentlichen Grün.

    Am Fußpunkt der 2 südlichen hohen Häuser ist ein großzügiges Spa angeordnet. Der nördliche Hochpunkt ruht auf einem Sockel, der von der Kindertagesstätte ausgefüllt ist, die sich mit Ihrer Freifläche zum Park hin orientiert.

    Die hohen Häuser führen zu einer hohen baulichen Dichte, sodass
    die Zone 4 weitgehend freigehalten werden kann.


    geschichte - fragment

    Die historischen Hallenstrukturen sind unter wirtschaftlichen und bauphysikalischen Gesichtspunkten nicht zu erhalten, so sie doch eine lange und wichtige Geschichte Stuttgarts kennzeichnen. Wir schlagen vor, ein Versatzstück der bestehenden Gebäude in die neue Planung zu integrieren. Dabei bietet sich das Fassadenrelief an der Nordostecke der bestehenden Halle in Zone 2 an, welches wir in die Sockelwand der Kindertagesstätte integrieren möchten.


    nachhaltiges bauen

    Die Gebäudevolumina sind als kompakte Baukörper entwickelt, die ein günstiges A/V Verhältnis erwarten lassen.
    Die Bauleitplanung könnte Energiestandards vorschreiben, die in wenigen Jahren gesetzliche Standards sein dürften. ( KFW 60 bzw. 40 )
    Dank der kompakten Bauweise und der Entwicklung der Wohngebäude nach oben wird die versiegelte Fläche im Baufeld 4 gering gehalten.
    Die Ausrichtung aller Gebäude lässt hervorragende passive solare Gewinne zu.
    Die Nutzung von Baumaterialien, die einem ökologischen Kriterienkatalog entsprechen, könnte im Rahmen der Bauleitplanung festgeschrieben werden.






    erschließung

    Die Erschließung des Areals erfolgt über die Zufahrt in Verlängerung der Oskar-Schlemmerer- Straße unterirdisch. Das Forum K wird dadurch vollständig vom motorisierten Verkehr freigehalten. Die Anlieferung und Parkierung ist unter optimaler Ausnutzung der anstehenden Topographie in einer Tiefgarage mit 2 Ebenen organisiert. Kurzzeit-Parkplätze befinden sich östlich der Kita.


    freiraum

    Der Freiraum gliedert sich in den Platz am Kochenhof, dem Forum K und Boulevard sowie den Park zugewandten Wohnhof und Grünflächen.

    Der Platz am Kochenhof nimmt Verbindungsfunktionen auf und wird als Knotenpunkt ausgebildet. Fließend ergeben sich Übergänge zum Forum K, der urbanen Mitte des Stadtteils Killesberg. Die Verlegung des U-Bahn Ausganges ermöglicht einen direkten Zugang zum Forum K und den Einzelhandelsflächen.

    Forum und Boulevard sind niveaugleich ausgebildet und verknüpfen das Quartier teils über Rampen und Treppenanlagen mit dem Park. Durch die topographische Lage ergeben sich vielfältige Blickbezüge in den Park und die Umgebung.
    Ein großes Wasserspiel im Bereich des Forums und ein Baumhain, den Wohngebäuden zugeordnet, eingebunden in eine hochwertige einheitliche Belagsfläche, sorgen für attraktive identitätsstiftende Aufenthaltsflächen mit urbanem Charakter.

    Der Wohnhof und die Dachflächen auf den Maisonetten bieten wohnungsnahe Freiflächen für Anwohner. Spielflächen sind nach Westen und Norden zum Park hin orientiert und fügen sich landschaftlich in den Park ein.

    Die Kindertagesstätte situiert am Park, verfügt über großzügige Freiflächen, die selbstverständlich in die Parklandschaft eingebettet sind. Durch die Einbeziehung der Topographie entstehen attraktive Spielmöglichkeiten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.