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  • DE Magdeburg
  • 09/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9826)

Elbebahnhof


  • Sonderpreis

    städtebaulicher entwurf

    Architekten
    ksw Kellner Schleich Wunderling, Hannover (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Matthias Buchmeier, Karin Kellner Lutz Schleich Eckhard Wunderling Mitarbeit: Matthias Buchmeier

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt in Ihrer klaren und eindeutigen Definition von städtischem Raum, baulicher Vielfalt und großzügigen, klar begrenzten Elbe-bezogenen Landschafts- räumen. Das gründerzeitliche Stadtraster des Bestandes wird durch kleine, sehr bewusst gesetzte Veränderungen zur Qualifizierung und Steigerung des Raum- und Wohnerlebnisses verändert und erweitert.

    Die Straßenzüge öffnen sich keilförmig, führen zu einem \"Mehr\" an Blickbeziehung und Freiraumerlebnissen. Die Blöcke zwischen Schleinufer und Elbauen werden durch einen neuen Straßenzug geschickt gegliedert, führen zu eindeutiger Definition städtischer Bezüge: Wohnen zum Freiraum bzw. Dienstleistung zur vierspurig ausgebauten Straße Schleinufer.

    Durch diesen planerisch bewusst gewählten Zuschnitt ergeben sich baulich differenzierte Blöcke und städtische Vielfalt für das neue Quartier.

    Der Block zwischen Fürstenwall und Elbuferpromenade erhält eine deutliche bauliche Fassung und setzt gemeinsam mit der historischen Bebauung und der neu angelegten Uferpromenade einen hochwertigen und präzise formulierten Akzent unmittelbar an der Elbe gelegen. Der südlich vorgelagerte Stadtpark bildet in Form und Lage ebenfalls einen städtebaulich sorgfältig ausgestalteten Ort, der sich durch seine Öffnung nach Süden mit Blick auf die Elblandschaft als neuer Treffpunkt herausbilden wird. Der innerhalb des Baublocks liegende Bushalteplatz sollte nochmals überdacht werden, da er als störend in der Baustruktur empfunden wird.

    Die innere Gliederung der Baublöcke erfolgt durch geschickte Anordnung von Einzelhandels- bzw. Dienstleistungsflächen in heute erforderlichen Flächengrößen und wird zusätzlich mit baulich differenzierten Wohnungsbauflächen ergänzt, die heutigen Wohnbedürfnissen entsprechen. Die Strukturierung der Blöcke lässt Einzeleigentum zu, so dass vielfältige und differenzierte Baustrukturen möglich werden ohne den Kontext städtischer Strukturen zu vernachlässigen.

    Auch der großzügig angelegte Freiraum wirkt durch seine klare Gliederung und Ruhe ausstrahlende Gestaltung von freien und baumbestandenen Flächen dennoch spannungsreich und selbstverständlich. Er bietet Möglichkeiten für vielfältige städtische Aktivitäten in direkten Umfeld der inneren Stadt.

    Die Arbeit setzt sich bewusst über die Vorgaben der Auslobung hinweg, überzeugt die Jury maßgeblich durch seine präzise und sehr gute Weiterentwicklung städtischer Strukturen zu einer neuen Qualität urbaner Vielfalt an der Elbe.