Die Vorgaben des Auslobers sind hinsichtlich des vielfältigen Nutzungsmix und der größtmöglichen Flächenausnutzung durch den Entwurfsverfasser erfüllt worden. Die Grundrisse sind klar strukturiert und rollstuhlgerecht. Die Wohnungen sind durchgesteckt und die Räume sind durch die bodentiefen Fenster lichtdurchflutet. Die Wohnungen verfügen über Balkone zur Straßenseite und zur Hof- und Gartenseite.
Kontrovers diskutierte das Preisgericht die Balkone zur Straßenseite, die mit Brüstungen ohne Sichtschutz dargestellt sind und ein unterschiedliches Nutzerverhalten, wie nachträgliches Verhängen, ermöglichen.
Die durch den gültigen Bebauungsplan möglichen GRZ/ GFZ Flächen wurden überschritten und müssen angepasst werden.
Die Anordnung der Reihenhäuser und Maisonettewohnungen folgen einem interessanten Prinzip, da sie miteinander verschachtelt angeordnet wurden, so dass nur wenig Flächen für die Treppenhäuser genutzt werden müssen.
Kritisch gesehen wurde die Unterschreitung der Flächenangaben im Bereich der Arztpraxis und der Gemeinschaftsräume der Wohngruppe. Die Anordnung der Tiefgarage unterhalb der Wohnbebauung ermöglicht eine optimale Ausnutzung des Innenhofs, da dieser nicht unterbaut wird. Die geplante Tiefgaragenzufahrt ist gut gelöst und erfolgt abgewandt von den schutzbedürftigen Räumen. Jedoch erfolgt die Zufahrt über ein privates Grundstück. Hier ist die Überfahrbarkeit zu klären. Der Entwurf hat eine klare Formensprache. Die Fassade ist modern gestaltet und passt sich durch Traufhöhe und Satteldach gut in die Umgebung ein. Die Fassade öffnet sich nach außen und die Anordnung der Balkone ist symmetrisch strukturiert. Durch die Verwendung von Schindeln auf der Dachfläche ergibt sich eine flächige Optik. Das Wohngebäude ist dreigeschossig und gemäß den Vorgaben der Stadt mit einer Klinkerfassade und einem Satteldach ausgestattet, es fügt sich so städtebaulich in die umgebende Bebauung ein. Die Verfasser liefern einen sehr überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe, der auch im Hinblick auf die gewünschte inklusive Nutzungsmischung sehr gut funktioniert.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine differenzierte Freiflächengestaltung in einer überzeugenden, expressiven Formsprache aus. Hervorzuheben ist die innovative Anordnung der Mietergärten und der kleinen Terrassen sowohl hof-als auch straßenseitig. Hierdurch sind die Nutzungsmöglichkeiten durch die Bewohner entsprechend individueller Vorlieben sowie nach Sonnenstand etc. besonders gut gelöst. Nicht gelöst wurde hingegen der gewünschte Zugang der Gemeinschaftsräume zum Innenhof - hierdurch wird die Nutzung im Rahmen von gemeinsamen Veranstaltungen nicht unerheblich eingeschränkt. Die Umsetzung und Unterhaltung der Freiflächen erscheint technisch unproblematisch. Durch das Unterbleiben einer Unterbauung sind auch Großgehölze und Baumpflanzungen leicht zu realisieren.
| Angelegt am | 29.10.2019, 13:02 |
| Zuletzt aktualisiert | Nie |
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