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  • DE-86150 Augsburg
  • 10/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-331460)

Gestaltung öffentlicher Freiflächen im Innovationspark Augsburg


  • Anerkennung

    © Ramboll Studio Dreiseitl

    Landschaftsarchitekten
    Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen (DE), Singapur (SG), Beijing (CN), Hamburg (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    3.333 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Ausgestaltung sowohl der Nord-Süd-Achse als auch des zentralen Ost-West Grünzugs der vorliegenden Arbeit enthält klare Aussagen zur Nutzungsstruktur. Dabei wird die Nord-Süd-Achse urban formuliert und dient als Verbindungs- und Aufenthaltselement zwischen den westlichen Quartiersplätzen. Die zentrale Ost-West-Achse formuliert einen offenen Freiraum, der von Nutzungsschwerpunkten sowie Baumstrukturen gerahmt wird. Das Wegesystem nimmt die wichtigen Verbindungen des Quartiers selbstverständlich auf. Die Rampe der bestehenden Überführung wird hierbei nach Norden verschoben, jedoch gleichzeitig sehr stark verkürzt. Die dargestellte Verbindung in Form einer Platzfolge zum Unigelände im Norden des Planungsgebietes wird positiv gesehen. Die Arbeit beschäftigt sich sehr intensiv mit den Stoffkreisläufen. Anfallendes Oberflächenwasser wird über Versickerung, Reinigung und Verdunstung im Innovationspark belassen. Über Biomassekraftwerke und eine Energiefarmstoffkreislaufzentrale soll die Idee der wertschöpfenden urbanen Land-schaft umgesetzt werden. Das Preisgericht sieht die Integration einer solchen Kreislaufwirtschaftszentrale als wichtigen Beitrag an. Die vorgeschlagene Biomassenproduktion in Form von Miscanthusfeldern erscheint jedoch nicht realistisch, da die vorgesehenen Flächen sämtlich private Grünflächen darstellen. Nicht überzeugt hat das Preisgericht insbesondere die Ausgestaltung der Plätze sowie die sehr schematisch aufgezeigten Ost-West-Grünzüge. Die Plätze erscheinen in ihrer Gestaltung beliebig und lassen in ihrer fragmentierten Erscheinung eine kohärente Gestaltsprache vermissen.
    Das vorgeschlagene System von begehbaren Landmarken wird aufgrund von Positionierung und An-zahl kritisch hinterfragt. Aussagen zur Vegetation und Baumarten werden vom Verfasser nicht ge-macht. Das Preisgericht sieht in der Arbeit einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Diskussion in Bezug auf Klima und Nachhaltigkeit, sieht jedoch in der räumlichen Durcharbeitung Schwächen.