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  • CH-6312 Steinhausen, DE-78315 Radolfzell am Bodensee
  • 11/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-360834)

Städtebauliche und gestalterische Neuordnung des "Gleisdreiecks" in Radolfzell


  • 1. Rang

    Perspektive, © Barton S-ASS Architekten GmbH | S-ASS Architekten + Ingenieure / FSP Stadtplanung / faktorgruen / LINK 3D

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Schedlbauer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Barton S-ASS Architekten GmbH | S-ASS Architekten + Ingenieure, Stuttgart (DE)
    Stadtplaner: FSP Stadtplanung, Freiburg im Breisgau (DE)
    Visualisierer: LINK 3D - Wettbewerbsperspektiven und Architekturvisualisierung, Freiburg im Breisgau (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Größe des zu bebauenden Feldes macht eine eigenständige Grundfigur innerhalb der Gesamtstadt möglich. Das Gleisdreieck wird leicht in der Grundfigur der neuen Siedlung erkennbar. Geschickt werden zur Bahn hin Ränder aufgebaut, die sich nach Innen auflösen. Es entstehen dadurch räumlich gut geschnittene Höfe bzw. Hausgruppen, die Nachbarschaft versprechen. Das neue Quartier wendet sich mit seiner Mitte der Stadt und der Konstanzer Straße zu.

    Die Fahrerschließung über den Libellenweg endet an einem Parkhaus mit Zugang zur Bahn und ist Auftakt für eine räumlich gut geschnittene Quartierlängsachse. Im Süden wird im Ideenteil mit direkter Anbindung an die Günther-Neurohr Brücke ein zweites Parkierungsbauwerk vorgeschlagen. Ein reines Parkierungsbauwerk wird diesem Standort jedoch nicht gerecht. Dadurch ist das Quartier weitgehend fahrverkehrsfrei. Trotzdem sind alle Gebäude für alle Verkehrsfahrten erreichbar bei deutlich reduziertem Verkehr.

    Die vorgeschlagenen Wohnformen und Gebäudetypen rahmen überschaubare Quartiers- und Grünräume, die gemeinschaftlich genutzt werden. Die herausgearbeitete Grüne Mitte ist gut proportioniert und bietet einen attraktiven Freiraum als zentralen Treffpunkt im Quartier. Positiv wird die Adressierung der Gebäude von der inneren Erschließungsachse bewertet. Es entsteht ein belebter öffentlicher Raum, in dem sich nachbarschaftliche Begegnungen wie selbstverständlich ergeben. Essentiell für diese Qualität ist dabei, dass es durch den Erschließungsverkehr nicht zu Störungen kommt.

    Die privaten Freiräume sind angemessen und richtig dimensioniert und ermöglichen eine qualitätvolle Nutzung in den Erdgeschosszonen. Die Anbindung der grünen Mitte nach Westen Richtung Innenstadt hat noch nicht die starke Prägung die hier gewünscht ist.

    Die vorgeschlagenen Wohnformen sind zeitgemäß. Der Schallschutz sollte jedoch nicht zu langen Laubengängen führen. Positiv werden die Punkthäuser gesehen, die auch bei geringer Geschosszahl Aufzüge vorsehen. Eine wirtschaftliche Ausnutzung der Flächen ist gegeben.

    Diskutiert wird bei der Arbeit 1102 der Standort des Parkhauses am Libellenweg im Übergang zur Bestandsbebauung. Die angebotenen Kapazitäten reichen noch nicht. Ein Maßstabssprung zur kleinteiligen Wohnbebauung im Norden wäre zu vermeiden Das Würfelhaus mit der attraktiven Nutzung an der Haltestelle wird jedoch begrüßt.

    Insgesamt überzeugt die Arbeit als ein sehr guter Beitrag zur gestellten Aufgabe.