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  • DE-38100 Braunschweig
  • 09/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-360858)

Hauptbahnhof Braunschweig - Städtebauliche Neuordnung des Umfeldes


  • 2. Preis

    2.Preis - Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner + arbos Freiraumplanung + BSV Verkehrsplanung

    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Köster

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt mit einer klaren und logischen Leitidee der räumlichen Anbindung von Stadt und Bahnhof. Durch den gefassten Bahnhofsvorplatz und den kleineren Elmplatz gelingt eine gute Orientierung vom Bahnhof in die Kurt-Schumacher-Allee in Richtung Kernstadt.

    Durch eine angemessene Dichte und Kleinteiligkeit in der vorgeschlagenen Bebauung am Viewegs Garten ist die Idee der europäischen Stadt räumlich gut abzulesen. Die Arrondierung der Stadtkörper an der Ringstraße durch vier Baufelder stärkt das Leitbild und fasst den Bahnhofsbereich in guter Proportion.

    Das städtebauliche Konzept erscheint klar und schafft es, durch gut gesetzte Raumkanten die bestehende Baustruktur zu ergänzen und die Solitäre der Nachkriegsmoderne einzubinden. Dadurch entstehen qualitativ hochwertige Freiräume, besonders durch die Ausdifferenzierung von Stadt (Plätze) und Landschaftsräumen (Garten).

    Durch die Verdichtung der Stadträume wird ein hoher Eingriff in die bestehende Verkehrsinfrastruktur erforderlich. Im Sinne einer Entwicklung in Phasen wird dies als Hindernis gesehen. Der Mobilitätshub im Süd-Westen wird besonders aufgrund der kompakten Organisation sehr begrüßt. Als Nachteil hingegen erscheint hier die nicht realisierbare Regio-Stadtbahnanbindung.

    Die Baumasssen gliedern sich sehr stimmig in Dichte und Höhe und formulieren, insbesondere durch die drei Hochpunkte, einen adäquaten Auftakt zur Stadt. Insgesamt erscheint die vorgeschlagene Bebauung dicht - besonders angrenzend an den östlichen Bereich des Viewegs Garten wird das kritisch gesehen.

    Der Bahnhofsvorplatz bekommt durch die klare Fassung eine angemessene Dimension. Dadurch wird der denkmalgeschützte Bahnhofsbau zwar teilweise in der Sichtachse verdeckt, aber als Solitär deutlich herausgestellt.

    Insgesamt ist die Arbeit ein sehr guter Beitrag zur Anbindung von Stadt und Bahnhof, dem es gelingt, die Eigenarten der Nachkriegsmoderne mit der dichten Struktur der europäischen Stadt zu komplettieren.