Konzept
Der im östlichen Grundstücksbereich angeordnete Baukörper positioniert sich im städtebaulichen Umfeld als kompakter, viergeschossiger Bau mit elementierter Fassade. Zur Bestandsbebauung im Westen hält der Bau einen deutlichen Abstand. Diese Fläche ist als Freiraumzone ausgebildet und lässt Blickbeziehungen in die freie Landschaft zu. Während oberirdisch im Freiraum offene Stellplätze angeordnet werden, befindet sich unterirdisch hier eine Parkierungsanlage. Ein Einschnitt im Baukörper markiert klar erkennbar den Eingang, den man über den Freibereich betritt.
Das Gebäude fügt sich, durch die Anordnung der Prototypenhalle die den Höhenversprung im Osten des Geländes berücksichtigt, harmonisch in die Topografie ein. Negativ zu bewerten ist, dass die gemeinsame Zufahrt der Prototypenhalle und Tiefgarage hier eine hohe Verkehrsfrequenz mit sich bringt und dies zu organisatorischen Problemen führen könnte. Im Inneren des Gebäudes werden, sowohl über das großzügige Foyer, als auch über den angrenzenden Foodcourt, Möglichkeiten geschaffen die direkte Sichtbezüge zu den Werkstattbereichen erlauben. Dies eröffnet den Besuchern und Mitarbeitern einen Einblick in die Fertigung und schafft sowohl eine transparente wie einladende Raumatmosphäre. Auch trägt die visuelle Durchlässigkeit hier zur guten Verbindung zwischen der Innenwelt und dem Außenraum bei. Aus Sicht des Benutzers wären dennoch in einigen Bereichen des Footcourts Rückzugsbereiche wünschenswert.
Funktionalität
Die um ein Atrium gruppierten Nutzungsbereiche in den Obergeschossen, lassen zusammen mit den diagonal gegenüberliegenden Erschließungskernen, eine unterschiedlich bespielbare Fläche und damit eine hohe Nutzungsflexibilität zu. Sowohl Großraum- als auch Einzelzellenbüros sind durch das konsequente Fassadenraster herstellbar. Auch ist eine Aufteilung der Obergeschosse in mehrere Nutzungseinheiten im vorliegenden Entwurfsansatz gut denkbar. Die Kommunikationswege innerhalb eines Geschosses sind kurz. Eine gute Belichtung ist durch das Atrium gesichert.
Wirtschaftlichkeit
Die eingeschossige Tiefgarage nimmt weite Teile der Grundstücksfläche in Anspruch, was einen weiträumigen Eingriff in den Baugrund mit sich bringt. Aufgrund des schlechten Baugrundes sind bei den vorgeschlagenen großen Untergeschossflächen hohe Gründungskosten zu erwarten. Generell erscheint der kompakte Gebäudekörper vom Flächenverhältnis der Bruttogrundfläche zur Nutzfläche als wirtschaftlich umsetzbar.
Fazit
Insgesamt überzeugt dieses Projekt durch einen klar strukturierten Baukörper, mit gut nutzbaren Raumzonen in den Obergeschossen und dem ‚fließend’ organisierten Erdgeschosses. Sowohl städtebaulich als auch architektonisch stellt die Arbeit einen Beitrag mit hohem Weiterentwicklungspotential dar.
| Angelegt am | 27.11.2019, 13:01 |
| Zuletzt aktualisiert | 16.12.2019, 09:41 |
| Beitrags-ID | 4-183561 |
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