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  • DE-72070 Tübingen, DE-72074 Tübingen
  • 12/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-348168)

Quartiersentwicklung Strütle/Weiher in Pfrondorf


  • Anerkennung

    © Machleidt

    Architekten
    Machleidt GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE), Frankfurt am Main (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit gefällt in ihrer klar gegliederten, nachvollziehbaren städtebaulichen Gesamtstruktur: die Ausbildung von gut komponierten Wohnhofformen, die standortgerechte Platzierung von öffentlichen, funktionsdifferenzierten Freiräumen, das zwar eher monofunktionale, aber durchaus nutzungsvariable Gewerbeband im Übergang zum großmaßstäblichen Industriebereich sowie das orientierungsleichte zentrale Erschließungssystem. Als Arrondierung der vorgegebenen
    Siedlungsbestands von Pfrondorf wird durch die kleinteilige Siedlungsstruktur zeitgemäß fortgesetzt.

    Die Wohnhöfe sind richtig dimensioniert und bieten eine Vielfalt an Wohnformen, welche eine gut gemischte soziale Nachbarschaft erwarten lassen. Allerdings erscheint die südwestliche Konzentration von dicht stehenden Punkthäusern in ihrer Konzentration am Ortsrand überzogen. Die Anordnung der Tiefgaragen unter den Geschosswohnungsbauten für jeweils die Hälfte der Wohnhöfe ist ein effizientes und realistisches Parkierungskonzept.

    Die Lage des Dorfplatzes am nordöstlichen Gebietseingang bietet funktionale Vorteile auch für das übergebietliche Dorfgebiet. Allerdings setzt dies nicht nur einen ausreichenden Besatz an Versorgungseinrichtungen, sondere insbesondere auch eine hochwertige Nutzung und Gestaltung der dort angrenzenden gewerblichen Betriebe voraus.

    Die drei grünen parkartigen Freiflächen, insbesondere der östliche Obstanger, sind fast zu großzügig dimensioniert, werden aber hinsichtlich der Gesamtausnutzung durch die kompakten Wohnhöfe kompensiert. Dies insbesondere in der Relation zu den in der Parzellierung und der vorgeschlagenen Einzel-, Doppel- und Reihenhausstruktur als Randbebauung zum Anger. Überzeugend allerdings sind die Ausbildung des Platzbereichs vor dem Quartierstreff und dessen harmonischer Übergang in den Anger. Das vorgeschlagene Landschaftsfenster hätte ein gewichtigeres Ausblickfeld (zum Beispiel Schwäbische Alb) verdient.

    Aus energetischer Sicht wird insgesamt eine kompakte städtebauliche Struktur angeboten, wobei der gezeigten Gebäudetypen wenig kompakt und stark verschachtelt sind (z.B. Reihenhäuser). Die PV-Nutzung ist teilweise eingeschränkt. Es gibt kaum Aussagen zum Energiekonzept.

    Insgesamt bietet die Arbeit ein solides, robustes und bewährtes städtebauliches Grundgerüst, jedoch ohne besonders spannende innovative Anregungen für ein zukunftsgerichtetes beispielhaftes Wohnquartier in der vorgegebenen Außenentwicklungssituation.