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  • DE-76139 Karlsruhe, DE-70190 Stuttgart
  • 12/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-341336)

Ein gutes Stück Stuttgart. Der neue Stöckach.


  • 1. Preis

    Perspektive, © Hannes Hörr Landschaftsarchitektur, Huy Le Quang, Tong+, Landstrich Zeichnung + Visualisierung

    Landschaftsarchitekten
    Hannes Hörr Landschaftsarchitektur, Remseck (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: tong+, Hanoi (VN), Frankfurt am Main (DE)

    Erläuterungstext
    Leitidee

    Das Betriebsgelände der EnBW am Stöckach ist ein Ort der technischen Infrastruktur –
    eine Wirkstätte technologischen und gesellschaftlichen Fortschritts. Leitidee ist
    bestehende Atmosphäre und Nutzung des Ortes aufzugreifen und innovativ
    weiterzuentwickeln zu einem hybriden Wohn- und Arbeitsraum der Zukunft.
    Dazu werden die markantesten Bestandsgebäude und diverse unterirdische Bauwerke
    erhalten und umgenutzt. Die Ränder des Quartiers werden so - typologisch - nur subtil
    verändert. Das Quartier behält seine „alte Schale“ und bekommt einen „neuen Kern“.
    Die Atmosphäre dieses neuen Kerns orientiert sich auch in Zukunft an der bisherigen
    technischen Nutzung: Konkretes atmosphärisches Ziel ist die Schaffung eines
    postinfrastukturellen und gesellschaftsprägenden Stadtbausteins, ähnlich der
    Stuttgarter Wagenhallen, allerdings mit einer starken technischen Ausrichtung.
    Außerdem wird sich die zukünftige Nutzung nicht auf Wohnen beschränken, sondern,
    wie bisher, in hohem Maße Formen des gemeinschaftlichen Arbeitens ermöglichen. Die
    wachsende Startup- Kultur, die Kreativbranche, aber auch kleine
    Entwicklungsabteilungen großer einflussreicher Unternehmen aus Baden-
    Württemberg, wie eben die EnBW, Daimler oder Bosch, finden in dem neuen Quartier
    eine stimulierende (zweite) Heimat und vor allem einen Ort der Innovation und des
    Austauschs. Die innovative Mischung von Wohnen und Arbeiten, Ansätze von “New
    Work“, also Arbeitsmodelle mit mehr Flexibilität bei denen die Grenzen zwischen Arbeit
    und Freizeit gemäß dem aktuellen Trend verschwimmen, stehen somit ebenfalls und
    ganz besonders im Fokus des Konzeptes.
    Zentrum des Austauschs soll der große „Betriebshof“ in der Mitte des Quartiers werden.
    Zwei Bestandgebäude auf dem Hof werden zu Pavillons freigestellt und umgebaut. Sie
    werden zum baulichen Zentrum des neuen Impuls Campus.
    Impuls >> Wirkursache, Schwung, Einfall, Idee, Inspiration… >> Der Impuls ist eine
    grundlegende physikalische Größe, die den mechanischen Bewegungszustand eines
    physikalischen Objekts charakterisiert (Quelle: Wikipedia).
    Campus >> Forschungsgelände, aus dem lat. für Feld >> Gesamtanlage einer
    Hochschule oder ähnlichen Institution, das heißt das Gelände mit mehreren
    zusammengehörenden Gebäuden/Einrichtungen (Quelle: Wikipedia).
    Die Großzügigkeit des mittigen Hofes ermöglicht eine Vielzahl an Freiraumnutzungen.
    Erholung, Sport, Kinderspiel, Ausstellung, Handwerken, intersektorale Kommunikation
    oder kulturelle und/oder sozialrelevante Wissenstransfer-Events sind nur einige
    Nutzungsmöglichkeiten der offenen Mitte. Um den Hof gruppieren sich sechs markante
    Coworking/Co-Living – Hubs. Locker im Quartier verteilte Punktgebäude greifen die
    quaderförmige Grundgeometrie des erhaltenswerten EnBW-Hauptgebäudes an der
    Stöckachstraße auf. Diese fünf kleinen Hubs, das Design Hub, das Business Hub, das
    Health Hub, das Social Hub und das IT Hub sind verteilt und integriert auf bzw. in fünf
    Wohnhöfe. Das bestehende Hauptgebäude der EnBW wird als „Mutter“- Hub auch zum
    Main – Hub des neuen Quartiers und steht weiterhin solitär.

    Wie wohnen und arbeiten? – In Zukunft und in Stuttgart

    Die Wohnungsnot in Stuttgart hat viele Gründe. Einer ist z.B. die enorm große
    durchschnittliche Wohnfläche pro Person, welche wir uns derzeit leisten.
    Mehr gemeinschaftliches Wohnen zu ermöglichen und diverse Infrastrukturräume
    gemeinsam und damit effizienter zu nutzen ist ein Ansatz die durchschnittliche
    Wohnfläche pro Person zu reduzieren und damit schneller, sparsamer und effizienter
    Wohnraum zu schaffen.
    Die Schaffung von Wohnraum hat aber auch noch viele und gewichtige ökologische
    Aspekte. So muss ein zukunftsfähiger Wohnungsbau in Zeiten des Klimawandels
    maximal Energie sparen, um den gesellschaftlichen CO2-Abdruck zu verkleinern. Der
    Erhalt und die Umnutzung möglichst vieler Bestandsgebäude bei Neubauprojekten ist in
    diesem Zusammenhang ein erster Schritt – Die „graue“ Energie, die zur Herstellung
    eines Gebäudes notwendig war, geht nicht verloren, wie im Falle seines Abbruchs,
    sondern bleibt in der Immobilie „gespeichert“. Die neue Energie, die zum Neubau eines
    Gebäudes notwendig wäre, kann gespart werden.
    Auch beim Neubau kann viel Energie gespart und damit etwas für einen neutralen CO2-
    Haushalt getan werden: Höhere städtebauliche Dichten z.B., die häufigere Verwendung
    erneuerbarer Materialien und eine stärkere dezentrale und lokale Nutzung von
    Windkraft, Solarenergie und Geothermie sind nur einige Möglichkeiten unseren CO2
    Ausstoß bei Neubaumaßnahmen zu reduzieren.
    Ökologisches Bauen bedeutet jedoch nicht nur die Reduzierung des CO2- Ausstoßes
    durch Energiesparen. Die Überhitzung der Städte, die Feinstaubproblematik, die
    Absenkung des Grundwasserspiegels durch die hohe Flächenversiegelung, die
    wachsende Hochwasserproblematik oder das Artensterben sind weitere Aufgaben, mit
    denen ein ökologisch orientierter Städtebau umgehen muss. Fassadenbegrünung,
    Dachbegrünung, zahlreiche Baumpflanzungen, retardierendes
    Regenwassermanagement, versickerungsfähige Belagsoberflächen, adiabatische
    Klimaanlagen oder Aquaponik sind diesbezüglich vielversprechende Lösungsansätze,
    welche auch in Stuttgart und explizit im neuen Stöckach stärker Anwendung finden
    könnten.
    Last but not least braucht es In einer zukunftsorientierten Gesellschaft neue
    infrastrukturelle Rahmenbedingungen, die neue Geschäfts-, Gesellschafts-,
    Lebensmodellen freien Raum lassen.

    Städtebauliches Konzept

    Im Westen entwickelt sich die „Campus-Promenade“ aus der Heinrich-Baumann-
    Straße, führt über den zentralen Hof zum Quartiersausgang am Heilandplatz und weiter
    zu den Parkanlagen der Villa Berg. Drei Eingangsplätze verknüpfen den Impuls Campus
    mit der umgebenden Stadtlandschaft. Im Norden bleibt der bisherige Eingang des
    EnBW-Betriebsgelände bestehen und wird in Zukunft auch zum Haupteingang des
    Impuls Campus. Ein urbaner Vorplatz im Süden an der Hackstraße, in direkter Nähe zur
    Stadtbahnhaltestelle, verknüpft den Campus mit der städtischen Umgebung. Der
    Heilandplatz im Osten wird durch die Änderung der Verkehrsführung zu einem echten
    Platz und stellt eine grüne Verbindung zu den Parkanlagen der Villa Berg her.
    Die fünf offenen Wohnblöcke, mit ihren identitätsstarken und netzartig angeordneten
    Hubs, gruppieren sich um den zentralen, postinfrastrukturellen (Werk)-Hof mit seinem
    Kultur- und seinem Kommunikationspavillon. Das höchste Hub, der Hochpunkt am
    mittigen Werkhof, markiert das Zentrum des neuen Quartiers. In ihm sind neben
    konventioneller Wohn-, Büro- und Gewerbenutzung auch besondere Nutzungen wie
    Sky-Living, Einzelhandel und Gastronomie und auf dem Dach eine Aussichtsplattform
    vorgesehen.
    Das „Main Hub“, das ehemalige Hauptgebäude der EnBW an der Stöckachstraße, bleibt
    auch in Zukunft Hauptgebäude und beherbergt dann für das Quartier zentrale
    gemeinschaftliche Einrichtungen wie Mehrzweckhalle, Tiefgarage, Carsharing-
    Stellplätze, eine große Fahrradgarage, ein kleines Einkaufszentrum, aber eben auch,
    wie die anderen Hubs, Coworking- und Co-Living Spaces. Auch die kleinen und neuen
    Hubs zeichnen sich durch eine hohe Nutzungsmischung aus. Ihre flexiblen Grundrisse
    ermöglichen die Nutzung durch verschiedenste kollektive Gemeinschaften
    verschiedenster Größen und verschiedenster Ansprüche. So finden auch die speziellsten
    Startup- Firmen, Läden des Einzelhandels, Künstlerateliers und Bewohnertypen passende oder anpassbare Räumlichkeiten vor. Jedes Hub hat zwar einen dualen und
    spannungsreichen thematischen Schwerpunkt (z.B. Technologie und Ökologie,
    Gesundheit und Wirtschaft, Design und IT, Handwerk und Kunst, Finanzwesen und
    Soziales), ist aber immer auch offen für Menschen anderer Fachrichtungen, sodass
    auch innerhalb der Hubs immer ein reger interdisziplinärer Austausch stattfindet.
    Die Wohnblöcke sind ebenfalls sehr auf Nutzungsvielfalt ausgelegt. Trotz des
    Nutzungsschwerpunkts Wohnen können vereinzelt immer auch Gewerbeeinheiten
    eingestreut werden. Ermöglicht wird das durch ihr sehr universell nutzbares Tiefenmaß
    zwischen 13 und 14 Metern, welches sich für vielfältigste Grundrisstypen eignet.
    Neue Tiefgaragen müssen weder unter den neuen Hubs, noch unter den neuen
    Wohnblöcken neu errichtet werden. Wegen der ausgezeichneten ÖPNV-Anbindung des
    Quartiers kann von einem sehr geringen Bedarf an Individualmobilität ausgegangen
    werden, sodass die beiden bestehenden und umgebauten Tiefgaragen mit ihren ca. 500
    Stellplätzen ausreichend sind.

    Freiraumkonzept

    Die angestrebte postinfrastrukturelle Atmosphäre wird im Freiraum vorrangig durch
    den Behalt und die Vergrößerung des Betriebshofes erreicht. Darüber hinaus wird,
    analog zum städtebaulichen Konzept,
    die besondere neue/alte Atmosphäre des Ortes über den Erhalt weiterer bestehender
    Freiraumstrukturen gewährleistet. So können z.B. viele der wenigen Bestandsbäume an
    ihrem jetzigen Standort verbleiben. Der große Bestandsbaum am
    Kommunikationspavillon markiert sogar die neue Mitte des Quartiers und wird zum
    Hofbaum.
    Außerdem werden auch viele Asphaltflächen dort erhalten, wo die Topografie nicht
    verändert werden muss. Die neue Campuspromenade greift eine historische Verbindung
    zwischen Heinrich-Baumannstraße und Heilandplatz, die ehemalige Sickstraße, auf. Als
    Belag werden die großformatigen Betonplatten (4x6m) des ENBW-Betriebshofes
    wiederverwendet und in ihrer Verlegerichtung am Raster der nördlichen
    Bestandsgebäude ausgerichtet und großfugig mit begrünten Sickerfugen verlegt. Die an
    die Campus-Promenade angrenzenden Flächen des zentralen Hofes bestehen aus
    versickerungsfähiger und Rollstuhl-befahrbarer wassergebundener Wegedecke. Mobile
    Bäume (Flachwurzler) in niedrigen, rollbaren und bewässerten Pflanz-/Sitztrögen
    schaffen eine höchst flexible Nutzbarkeit bei der temporären Bespielung des Hofes mit
    Events oder provisorischer Architektur. Große Wasserflächen wirken kühlend und
    beruhigend und fungieren, wie die sehr stark dimensionierte Dachbegrünungsschicht
    und die beiden bestehenden und umgebauten Bunker als Wasserspeicher- und
    Rückhalt. In Trocken-und Hitzezeiten werden mit diesen Wassereservoirs adiabatische
    Klimanlagen betrieben und Dachbegrünungen, die vielen Dachgärten,
    Fassadenbegrünungen, bodenebene Vegetationsflächen und Bäume künstlich
    bewässert. Über Verdunstungskühlung werden so kontinuierlich sowohl Raum- als auch
    Stadtklima verbessert.

    Architekturkonzept

    Die Architektur des Impuls Campus‘ nimmt Bezug zu seiner urbanen Umgebung und
    seiner historischen Nutzung als ENBW-Betriebshof. So wird zunächst das Motiv der für
    Stuttgart typischen Bauwichs zu einer modernen offenen Blockrandbebauung
    weiterentwickelt. Außerdem integrieren die fünf Blöcke alle eine bestehenden
    Blockrandteil des sehr heterogenen urbanen Kontextes. Demzufolge sind die
    Fassadengestaltung und die Grundrisstypologien der neuen Geschosswohnungsbauten
    in den neuen Höfen ebenfalls relativ frei gestaltet.
    Die Fassadengestaltung der fünf Hubs ist demgegenüber eher homogen gehalten. Sie
    nimmt Bezug zu den erhaltenswerten Bestandsgebäuden der 60er Jahre und damit der ehemaligen Nutzung des Gebietes, indem deren Fassadengrundraster mit Sichtbeton
    aufgegriffen und neu interpretiert wird. Durch die gleichmäßige Verteilung der Hubs
    findet sich das rasterförmige Fassadenmotiv des Ortes nicht nur an den
    Bestandsgebäuden, sondern im ganzen Quartier wieder und wird so zum
    identitätsstiftenden Gestaltungselement und Alleinstellungsmerkmal für den neuen
    Impuls Campus. In den unteren Geschossen der Hubs schaffen offen umlaufende
    Gemeinschaftsflächen laubenartig Kommunikationsbeziehungen zwischen deren
    gemeinschaftlichen Aktivnutzung und dem öffentlichen Raum. Das Fassadenraster
    orientiert sich hier sehr stark am quadratischen Raster der Bestandsarchitekturen. In
    den darüber liegenden Geschossen gibt es keinen offen umlaufenden
    „Gemeinschaftsrahmen“ und das rasterförmige Fassadenthema wir spielerisch variiert
    und streifenartiger. Generell ermöglichen die Hubs mit ihren großen Grundflächen und
    ihren innenliegenden Erschließungskernen über alle Geschosse hinweg eine sehr
    flexible Grundrissgestaltung für ihre sehr besondere Nutzung durch Coworkings
    Spaces, Gemeinschaftswohnungen, Startup Offices, Ateliers usw.
    In den Bestandsgebäuden finden sich ähnliche gemeinschaftliche Aktivnutzungen
    verschiedenster Couleur und hier mit eher zentraler und versorgender Bedeutung. Im
    Main-Hub gibt es zusätzlich zum Gemeinschaftswohnen und Coworking der Hubs z.B.
    noch ein Einkaufszentrum zur schnellen Nahversorgung, kleine Läden zur
    Direktvermarktung der Startups, der Bastler und Coworker, eine Mehrzweckhalle für
    Sport und Veranstaltungen und eine Gemeinschaftsgroßküche… Und im langen
    Bestandsriegel an der Stöckachstraße gibt es „Loftateliers“ im EG und im belichteten
    UG, kleine „Jugend-Maisonettewohnungen“ und größere „Familien-Duplexe“ in den
    Zwischengeschossen, eine in die Fassade eingeschobene, offen erschließende und
    laubengangartige „Kochstraße“ mit Gemeinschaftsküchen zur Belebung der
    Stöckachstraße, eine hochgelegene Pflegeeinrichtung mit Fensterblick und ganz oben
    aufgestockte Penthäuser mit „Skygärten“ und Fernblick. Die Brückenbauten zur
    Werkhalle bleiben erhalten, genauso wie die Nord- und Ostfassaden der Werkhalle
    selbst und damit auch der besondere Gassencharakter mit seinen charmanten
    Laderampen.
    Zur Schaffung der postifrastrukturellen auch im Innenraum wird die vorhandene
    Betondecke freigelegt und Sichtbeton. Passend dazu wird der neue Boden aus
    Zementestrich oder Terrazzo hergestellt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch einen sehr guten städtebaulichen Ansatz zur
    Transformierung und Innenentwicklung des EnBW-Areals aus. Identitätsstiftende
    Gebäude werden erhalten, gut in das Bebauungskonzept eingefügt und umgenutzt.

    Wichtige Erschließungsachsen vernetzen das Quartier mit dem gesamten Stöckach. Die
    Eingangsbereiche werden durch kleinere Platzbereiche geöffnet und aufgewertet. In der
    Mitte des Quartiers befindet sich ein größerer öffentlicher Platz, der sich sehr gut als
    Treffpunkt für die Nachbarschaften und als soziale Mitte eignet.

    Daran können sich in den Erdgeschosszonen Versorgungseinrichtungen, Gastronomie,
    Läden, kleinere gewerbliche oder kulturelle Einrichtungen angliedern.

    Zentral befinden sich mehrere sogenannte Hubs – multifunktionale Versorgungs- und
    Servicegebäude, die sich auch baulich verträglich aus dem Quartier hervorheben und
    somit auch Orientierungspunkte bilden. Die Position des zentralen Hochpunktes und
    dessen Höhe selbst kann jedoch nicht überzeugen und müsste überarbeitet werden. Das
    öffentliche Raumgefüge einschließlich der Umgestaltung des Heilandplatzes, wird als
    gelungen bewertet.

    Die halboffenen, neuen Blockbereiche eignen sich gut für neue Wohneinheiten und
    versprechen auch eine angenehme Wohnqualität. Begrüßenswert ist, dass der
    Wohnungsmix und die Anzahl der Wohneinheiten nahezu den Vorgaben entsprechen.
    Der Erhalt der Sporthalle wird positiv gesehen. Die Versetzung der Energiezentrale
    (Umspannwerk) ist gesichert und technisch möglich. Der geplante Abriss des
    Verwaltungsgebäudes an der Hackstraße wird zwar bedauert, hat aber den enormen
    Vorteil einen neuen alternativen Eingangsbereich direkt gegenüber der
    Stadtbahnhaltestelle zu schaffen. Dies trägt zur besseren Erschließung des neuen
    Quartiers mit dem ÖPNV bei.

    Durch die gut durchgrünten Innenhöfe, liegt der Grünflächenanteil im Rahmen.
    Insgesamt wird der Entwurf als gelungen und überzeugend angesehen und kann damit
    zur positiven Entwicklung des Stadtteils Stöckach und der gesamten Innenstadt
    zwischen der Villa Berg und dem Schlossgarten mit dem neunen Stadtteil Rosenstein
    beitragen.