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  • DE-76139 Karlsruhe, DE-70190 Stuttgart
  • 12/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-341336)

Ein gutes Stück Stuttgart. Der neue Stöckach.


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Riehle + Assoziierte Architekten und Generalplaner, Reutlingen (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser erhalten größere Teile des Bestands und ergänzen auf den Neubaufeldern
    mit Typologien, die sich an diesem Maßstab orientieren. Dadurch gelingt es die
    Körnigkeit und den Charakter des industriell/gewerblichen Gebietes in Erinnerung zu
    halten. Dies unterstützt die Gestaltung der Innenhöfe, die über Durchgänge gut ins
    städtische Gewebe eingebunden sind, aber auch als privatere, grüne Räume das
    Wohnumfeld bereichern. Ein Gebäude an der Hackstraße schließt den gründerzeitlichen
    Block fast vollständig. Hier ist der Zugang über eine zweigeschossige Öffnung
    vermutlich nicht angemessen. Die anderen Anschlüsse an die Stadt, der Umgang mit
    den verschiedenen Niveaus und die reaktivierte Sickstraße überzeugen hingegen. Sie
    sind als begrünte Wege und Gemeinschaftsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität
    gestaltet. Ein mittiger Quartierplatz ist von Gewerbeflächen umgeben und mit einem
    Hochhaus mit kleineren Wohnungen ausgezeichnet, an ab gewandteren Lagen wird in
    Ateliers und Maisonettewohnungen teilweise bis ins Erdgeschoss gewohnt. Das
    Verwaltungsgebäude 30/31/32 ist ein gemeinschaftliches Haus mit einer großen Zahl
    von Kleinwohnungen und Infrastruktur (Kita, Gemeinschaftsräume, Küchen,
    Werkstätten, Waschküchen). Die Neubauten sind fünf bis achtgeschossig, in tieferen
    Bereichen sind gemeinschaftliche Dachterrassen direkt aus den Treppenhäusern
    zugänglich.

    Drei Tiefgaragen (größtenteils Bestand) sind von der Hack- und Stöckachstraße und vom
    Heilandplatz direkt erschlossen, der ganze Innenraum ist somit bis auf
    Anlieferungsverkehr autofrei. An der Metzstraße sind Car-Sharing-Fahrzeuge und ein
    Fahrradverleih Teil des Mobilitätskonzepts.

    Das Projekt liegt bezüglich der Flächen und der Wohnungszahl im oberen Bereich, die
    Nutzungen und Grundrisse sind plausibel, die ökonomische Machbarkeit wird positiv
    beurteilt. Flexible Angebote in den Erdgeschossen und in Sockelzonen des Bestands
    versprechen eine gute Anpassbarkeit an sich verändernde Bedürfnisse im Quartier.

    Das Projekt besticht durch große Sorgfalt, angemessene Entscheide und eine tiefe,
    Durcharbeitung der Wohnungstypologien. Die konstruktiven Aussagen sind
    zurückhaltend und der dargestellte Ausdruck der Gebäude ein wenig spröde. Ebenso
    fehlen noch Aussagen zu Fassaden- und Dachbegrünung. Die robuste Struktur des
    Projekts bietet aber beste Voraussetzungen für die weitere Bearbeitung.